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Full text of "Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges"

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Natural History Museum Library 



000065222 







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Sonderabdruck aus der f estschrift des Ifjumboldtvereins 
zur feier seines 50 jährigen Bestehens am 22. Oktober 1011 

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|\ie ITnocerame» des IKreibitz- 
W Zittauer Sandsteingebirges 



cwjsjcwßacw von Hermann Ändert* 



Cbersbad) 1011. 

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Kommissionsverlag von Iflax Kl eg, Ceipzig. 

Druck von Richard filier. 

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SonderabdrucN aus der festsd)rsft des If^umboldtvereins 

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zur feier seines 50|äl>rlQen Bestehens am 22. Oktober 1911 

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F|k ifnoceramen des Mreibitz- 
W Zittauer Sandsteingebirges 

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tssßSMSößssßa von Hermann lindert, 

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Cbersbacl) 1911 . 

Kommissionsverlag von SHax &leg, Ceipzig. 

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Druck von Richard filier. 

§1 


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Die ITnoceramen 

des KreibitZ'Zittauer Sandsteingebirges 

dou Rcrrnatin Hndert. 


Vorwort. 

Rorfteljenbe Rrbeit [teilt ben erften Seil Dort geologifdjen unb paläontologifdjen 
ltutcr[ud)ungen im ^reibit3 s 3itt auer ©anbfteingebirge bar. 

Sie Berufen auf etiua 10 [ädrigen Regelungen beb ©ebieteb unb perfonlictjen Ruf= 
fammlungen, inobei Befonbereb ©eroicf)t auf cjafteb ftratigrapf)ifdE)e§ ©ammein gelegt 
mürbe, um bie 3 u S e PrigIeit ber ^offilien 51t beftimmten ^porigonten 51t fidferu. Sieb 
erfcfjiert Befonberb roidjtig, benu bie in ber Siteratur aufgeführten $unborte „Sanneit = 
berg" unb „^reibiij" finb fefjr roeite Regriffe, bie oerfdjiebene .fporigonte in [ich fdjliefjen. 
Ritcf) bie Stellung beb Rrongniartiquaberb im ^ittauer ©ebirge mar bibtjer rätfeB 
|aft, ba ber ungroeifelhafte ©nt f cf) et beb ^reibitjer ©ebirgeb in näc£)fter Raffe in 
etma gleicher tpöljenlage cmfte|t, bie ©d)id)tenlagerung non allen Reobadjtern im gangen 
©ebiet als naljegu horigontal angegeben mirb unbRrücfje bibfjer nidjtnadjgeroiefen morbenfinb. 

3uitäü)[t mürbe ber ergiebigfte ber befannten $unborte, ber ©ifenbäfjneinfdfnitt an 
ber Station Saunenberg an ber Rö|mifcf)en Rorbbaljn, aubgebeutet. Sie foffilreirfqe ca. 
1 Bieter mächtige ©djidjt oon bunfeln, feften QuargitBlöden in fjalber §ö|e beb ©irt= 
fchnitteb lieferte and) mir reidjeb Material, $ebod) fei für ©ammler Bemerft, baff ein 
flüchtiger Refuch bafelbft nur geringe Rubbeute Derfpridjt. 

• Reben biefem ißlaije mürbe and) bab übrige ©ebiet fleißig beobachtet unb barin nad) 
Üunbftätten gefa|nbet. Unb eb fattben [ich bereu uod) eine gange Rngaf)I, befonberb am 
Rorb hange beb ^rcibtijer Saleb, Rud) ber dou ^ritfd) ermähnte alte gmitbort au ber 
Pechhütte bei Rieberfreibitj tonnte nad) jahrelangem, Dergeblidjcnt ©rfunben roiebcr 
fcftgcftellt merben unb lieferte in einem 4?of)Imege eine grofje Qafyl ^offilien. ©rgängt 
mürbe bab RIaterial biefer ©teile burd) eine oon ben ©ö|nen beb ^ärbereibefi^er§ Sifcfjfe 
in Rieberfreibitj gelegentlich beb Raiteb einer Röafferleitmtg bafelbft aufgefammelte Suite 
oon Rerfteinerungeu, bie fie mir gur Rearbeitung bereitmilligft gur Rerfitgitug [teilten. 
Ruch an ber ©übfeite beb ßreibiijer Sa leb fattben fid) foffilfüfjrenbe ©d)id)ten. 

Sie Steinbrüche am ©onncnberge bei Söalterbborf unb am ©üb|ange beb £>0 dy 
mal beb mürben ebenfallb gelegentlich aubgebeutet. 

Sie Rufgählung unb ©djilberung ber eingelnen ^unborte mürbe für beit oorftef)eit= 
beit 3 niec f gu 10 eit führen unb mag für bie ©efamtbearbeitung norbefjalteit [ein. 

©o mürbe im ßaufe ber 3 e ^t an [elbft gefammeltem RIaterial bebeutenb me|r gu= 
fammengebrad)t, alb in allen beftebjeitben ©ammlungen oorhanbeit ift. Siefeb eigene 
RIaterial geftattet nun eine fritifdje Renuijung für petrographifdje unb paläoittologi[d)e 
Rergleichc frember Ruffammlungen, dou benen inbbefonbere benutzt mürben bie ©nimm 
lungeit beb .[per nt gabrifbefiijer Bögler Rater unb ©o|n in ©cfjönlinbe in Rohmen unb 
beb oerftorbenen £>errn Drt§ricf)terb Ruguft SSeife in ©berbbacf). 

-fperr Steife, ber für bie ©rforfdjung ber h e ^ ma tlid)en Ratur [0 Diel roertoolleb 
RIaterial in [einen gut georbneten ©ammlungen gufammengetragen hat, mar eb auch, 
bem id) bie Rnregung gtt oorftehenber Rrbcit oerbanfe unb ber biefem Unternehmen bib 
gu [einem im Rorjahre erfolgten Rblcbett f elbft Diel an 3 e ^ unb Rlütje geopfert hat. 
Rlit [einem [cfjarfen, fritifdjen Urteil |at er mir [0 manchen roertootlen $ingergeig gegeben. 
3 h m [ei hier mein gang befonberer Sauf gum Rubbrud gebracht. 

Rub bem gefamten oorliegenben RIaterial oon mehr alb 10 000 ©tüd [ollen roegen 
ber Ipärtfigfeit beb Rorfommens an einigen mid)tigeu fünften ititb bereit [tratigraphifchen 
Rerroenbbarfeit guerft fyiev bie $n oc er amen behanbelt merben. Sie Rearbeitung ber 
übrigen gauna erfolgt [pater unb ift bereitb iit Rorbcreitmtg. 


33 [l] 


£fu ber Literatur über bie ^noceramen f»errfd)t befannttid) nicht geringe Serroirrung. 

Sie allein genügt nicf)t §ur ©Raffung non Klarheit, notroenbig mar beSfjalb and) hier- 
ein Sergteid) mit beit Originalen auS entfprecf)enöen Ablagerungen frember Gebiete unb 
Kenntnis beS in anberen Sammlungen d erftreuten SCRateriateS beS Arbeitsgebietes. 

3 u biefem 3 roede nutrben befitfjtigt bie Sammlungen beS föuigt. SSineralogifdp 
geologifdjen StufeumS §u SreSben, beS Söfjmifdjen ßanbeSmufeumS unb beS geotogifd)en 
$nftituteS ber bcutfdjen Unioerfitöt gu ^3 r a g , ber föuigt. preufdfdjen geologifdjen ßanbeS= 
anftalt unb beS OJhtfeumS für Saturfunbe 31t Ser litt, beS geologifdjen $nftituteS ber 
fönigl. iluiuerfitäten SreSlart unb £>alle, ber fönigl. fädjfifdjen geologifdjen ßanbeSanftalt 
31t ßeipjig unb beS SealgtjmnafiumS 3U ßöroenberg in ©dffefien. SaS .ffreibitpSanneU' 
Berger $noceramenmaterial an ber !. f. geologifdjen SeidjSanftalt Söiett mürbe mir eben' 
falls 3ur ^Bearbeitung überlaffen. And) geftattcte mir «Sperr ißrofeffor Sr. ©cupin ©infidjt 
in fein SJianuffript betr. bie ßöroenberger treibe. 

Sen Herren SammlungSoorftänben unb Seamten, roie and) ben Herren, bie mid) 
burd) prinatc SJtitteilungen in reid)em SRafje unterftütjt haben, füf)te id) mid) 3U ergebenftem 
Sauf oerbunben, unb 3roar ben Herren (Sefjeimrat ißrofeffor Sr. Sepfd)lag=Serlin, 
Sr. Sier=i) 3 rag, ißrofeffor Sr. Soetjm unb ©ehcimrat ^ßrofeffor Sr. Sranca=Setlin, §ofrat 
ißrofeffor Sr. Seid)müller=SreSben, Sr. SietridpSerlin, Sr. ©tjolb^ße-ipgig, fPpofeffor Sr.$ded)= 
SreSlau, if 3 rofeffor Sr. gritfcfpißrag, ©efjeimrat ^ßrofeffor Sr. RalforoSft) unb ?ßröfeffor 
Sr. 9Jfär3=SreSben, Sr. ißerner=ißrag, Sr. i| 3 etrafd)ed=Sßien, ^ßrofeffor Sr. Seinifd)=ßeip3ig, 
*ßrofeffor Sr. ©cupin^alte, Sircftor ©teinroorttpßöroenberg, ©peraffer ,©tiimde=ßüneburg, 
f. !. £>ofrat Sr. SietjeSföicn, Sr. Sietje= 33 erlin, ^ßrofeffor Sr. SKattper^atlep %rofeffor 
Sr. 2 öcil)ner=ißrag, Sr. 9 Segener=SreStau, ©fjemüer £t'arl ron 3 fmme.rmann=^öhm.=ßeipa, 
unb gait3 bcfauberS aber ^errn Sr. Söanberer, Sireftorialaffiftent am fönigl ÜDtineral.= 
geol SRufeum 31t Sredben, für feine roertoollen Satfcfjläge unb unabläffige freunblidje 
llnterftütjung. 

SSeitcr banfe id) and) ben ^unterbliebenen beS .fferrn Söeife, fperrn gabrifbefitjer 
Vogler SSater unb ©ßf)n = ©d)önlinbe unb gurbereibefitjer ßifdjfe^Sieberfreibib für bie 
Erlaubnis 3m - Senkung bereu Sammlungen, unferem 5 pumboIbtnereinS=Sibüotf)tfür 
^errn Almin Apenfe für feine befonbere Sorgfalt bei ber Aufnahme ber photographischen 
Objefte, ben Ruuftanftalten non grifd)= 93 crlin unb ©trobad)=(£bcrSbad) für bie üor3Üglid)e 
Ausführung ber Safeln, unb nicht 3ulet)t and) bem Apumbolbtoerein ©berSbad), ber in feiner 
oorliegenben ^ubiläumSfdjrift ben Saunt für bie Arbeit 3m - Verfügung geftellt £)at, maS 
mir um fo efjrenuolter ift, famt hoch baburcf) ein Seil ber fo roertooflen Auffaminfungeu 
beS oerftorbenen ©hrennorfiüeuben beS SereinS, beS Iperrn Sßeife, in bie ßiteratur eim 
geführt roerben. 

Sa bie ^noceramen an mehreren mid)tigen fünften für bie geftftelluug beS -fporpjonteS 
faft allein in grage fommen, fo mag man cntfdjulbigen, roenn in biefer Arbeit bie 
ftratigrapljifdjen Serhältniffe beS ©ebieteS faft nur auf biefer 3 i I>c U c f) a tergruppe aufgebaut 
fiub unb bie fonftige $auna, bie einer fpäteren Bearbeitung oorbefjalten roerben fott, 
meniger beriidfid)tigt ift, fid) jebod) nad) meinen Beobadjtungen ben $noceramen gut 
einorbnet. 


Geschichtliches. 

®üS ^reihih=. 3 ittauer ©anöftcingebirge (teilt in (einem ©djidjtenauföau ein 
teftonifd) einheitliches ©ebirge bar, öaS int Sorbett non ber ßaufitger fpauptoermerfung 
nnb im HBefteit mm bcr BruchzoneBöhm.^amnitj — Hiieöerfreibitz — Baffenöorf 1 ) begrenzt roirb. 
©ic ©tcitze gegen ©üben reicht iutge(ähr bis §aiba, bie gegen Offen mag eine uom £>od)Toalb 
nad) ©üben gezogene ßiitie bilben ((. Partei tffizze Saf. 9 fyig. 2 ). Sie genaue Hlbgreitzuitg gegen 
©üben nnb Offen fann, ba bie pctrograpl)ifd)cn Berhältitiffe roeitig (iüjeren Inhalt bieten, 
nur aufgrunb mciterer eingehenber palaoutologifcher ltnterfnd)uugen erfolgen nnb fontiitt 
and) I)ü'r nicht in (frage. 2 ) HIIS ^reibitjer ©ebirge (oH ber raeftlid) gelegene, rein öfter? 
rcid)ifd)e Anteil bis gnnt 'rßafs non (jnnogen^iborf unter Zurechnung beS ®ad)§lod)eS, als 
3ittaner ©ebirge baS öftlidje (äd)fi(d)e nnb baS bemfelben tCI|er zugehörige (üblich an? 
fchliefjenbe öfterreicfjifche ©renggebiet begeichnet tu erben. ßetjtercS geht in baS ebenfalls gleich- 
altrige Zioitfaner ©ebirge über, baS jebod) mm mir nod) nicht näher nnterfnd)t ro erben tonnte, 
©anbfteine, HJtergel nnb Qnarjifbänfe ber oberen treibe, auf benen fid) tertiäre ©ruptio? 
gefteinc als Bafalt? nnb Bhbuolithfuppen erheben, bilben bie giemlidj einfache petrograpf)ifd)e 
3ufammenfehnng beS ganzen ©cbieteS. (pn ber ßiteraütr finb bie ©ebimente beS öfter = 
reidjifdjen Anteiles allgemein als ©hlomefer ©d)id)ten 3 ) (©mfeher 4 ), bie beS Zittauer 
©ebirgeS als Brongniartiquaber 5 ) aufgeführt. 

BcuB 6 ) gitiert oon ^reibitj mehrere Hirten, bie nad) ffritfd) 7 ) auS beit unter beit 
©hlomefer ©dfcdjten liegenben ißriefener ©d)id)teit beS UreiöiütalcS (tammen (ollen, jebod) 
mar nirgettbS etmctS aufgnfinben, maS über beit (fitnbort genauen HIuffd)Iuf) gibt. 

©ciuit) 8 ) hnt (ich nüeberhott über baS ©ebiet oon ^reibitg geäußert, and) einige 
Soffitten anfgegähtt, jebod) i(t er 31 t einem flarcit Bilbe nicht gelangt, ilitbefannt i(t mir 
bie ©teile beS ,,©tabtbrud)eS mm ©tabt ßreibitj" (©haraftcriftif ©. 107). $11 biefer Hlrbeit 
hält er beit ©anbftein mm ^reibit) für unteren Quaber, toährenb er im „Quabcrgebirgc" 
(©. 60) bie Hlehnlidjfeit mit ben Bilbungen am ©algberg bei Queblinburg heroorhebt. 

Bon (fritfd) 9 ) finb bie (foffilien beS ©ifeubahneiufd)nitteS an ber ©tation Scannern 
berg ber Böhm. Hlorbbahit einer Bearbeitung unterzogen roorbeit; mm Hreilüt) 10 ) führt 
berfetbc Hlutor eine Hinzahl ffoffilien an, oon benen er aber nicht mit Sicherheit grt fagen 
oermag, ob fie beut oon ihm aufgeftellten „oberen" ober „unteren" Horizont angehören, 
ba ber größte Seil ber fleinen ©uite oon beut ©animier ©rohmaitit angefanft morbeit ift, 
ber ben (fuitbort nid)t genau prägifiert bot- Sie ©figge bafelbft (Septfigur 14) läfzt unter 
beit ©hlomefer ©d)id)teit bie Briefener h erD °rtreten, ititb and) an anberer ©teile 11 ) (teilt 
(fritfd) bie BafiS ber ©hlomefer ©d)id)teit in .ft'reibit) erft in etioa 352 m ipöhe. HBeiter 
begrünbet er in biefer Hlrbeit paläontologifd) bie ©leicfjaltrigfeit ber ©hlontcfer Sd)id)teit 
mit bem ©anbftein 001 t ^ieSlingSioalbe. 

^ager 1 -) gibt in (einem ganz Böhmen nmfaffenben Höerfe eine allgemeine ©haralteriftif 
ber ©hlomefer @d)id)ten nnb hebt ben HSechfel oon ©anbftein nnb HJtergel befonberS heroor. 

Betrafdjed 13 ) führt aufgrunb beS in beit öffeut!id)eit Sammlungen oorhanbenen 
geringen ÜRaterialS auS bent ©ebiet einige (fnoceramen an, and) heit er fid) 14 ) foioie einige 
aitbere Hintoren, auf ber Hlrbeit oon (fritfd) fujjenb, über bie HllterSftellnng biefeS mehr 
beim 300 m mächtigen ©||id)tenfompIepeS auSgefprodjeit. 

33etra(d)ccf erflärt bie ©hlomefer ©d)id)teit für gleichaltrig mit beit ©aitbeu 00 m 
ßöbofSberg nnb (teilt (ie in bie Zone beS Inoceramus Koeneni ©. SCRitller = unterer ©ntfd)er. 

©turnt 15 ) nnb nad) ihm (flegel 16 ) trennen aufgrunb ber zweifelhaften (foffillifte mm 
jfritfd) bie ^reibi^er ©d)id)tcu oon ben höheren ©hlomefer ©d)id)ten ab nnb loeifcit 
erftere ber ©noierizone, letztere bem ©mfeher zu. 


') ßritfd), Siteraturoerzeid)ni§ 11 ©.8. £>icr getcl y 
net Per Hlutor bie Briefener ©d)icl)ten in ber 
Sinic Böhnm&'amuig— ßrcibit) al§ auf ben 
Qferfd)id)ten fid) allmählich auflagernb, jebod) 
treten biefc beiben ©lieber t)icr nidjt über«, 
fonbern burd) eine Brudjfpalte getrennt, neben 
einanber auf, roie man befonberS bei Bieber? 
freibig z u beobachten ©elegenheit hat- 

2 ) ffritfd) unb Saube, Siteraturoerp 12. Btit obiger 

Slbgrcnjung ftimmt ungefähr bie Hluäbreitung be§ 
©roßffaler Sanbfteines = (©hlomefer Schichten 
im ©ebiet SreibitpS>aiba auf ber Üarte überein. 

3 ) gritfd), Siteraturocrz- 11 ©. 9. 

4 ) ©türm, Siegel, ©cupin, Siteraturoerp 36. 7, 31. 


5 ) ©iegert, Siteraturoerp 32 ©. 7 u. 16. 

6 ) Beug, Siteraturoerp 26 ©. 123 unb bie einzelnen 

. S°ffUbefd)rcibungen. 

7 ) Srüfd), Siteraturoerz- 11 ©. 24. 

8 ) ©einig, Siteraturocrz. 15 ©. 107. I. u. flgbc. 

©erf., Siteraturocrz- 13 ©. 60. 

9 ) Sritfd), Siteraturocrz. 11 ©• 21. 

10 ) gritfcl), ebenbafelbft ©. 23. 

X] ) Üritfd), ebenbafelbft ©. 9. 

,2 ) ^agcr, Siteraturocrz. 19 ©. 1335 u. flgbe. 

,? -) Betrafchecf, bo. 23 ©. 153. 

u ) ©erf , bo. 24 ©. 8. 

15 ) ©türm, bo. 36 ©. 52. 

16 ) Süsel bo. 7 ©. 7. 


35 [3] - 


<Scup in x ) nimmt biefetbe Trennung oor, ftettt aber beibeS. gum ©mfdjer in ber 
Söeife, baff er bie ©fjlomefer ©dj i cf) t e n mit bem © djtefifdjen Ober q naher unb 
bie Äreibiper ©(piepten mit ben 9 t eitmart flauer ©djidjteit parattetifiert. 

daS 3^ t tau er © an b ft e ingeb ir g e tjat bitrd) ©o tta 2 ), © eiitip 3 ) unb dangig 4 ), 
finnie im Stuftrage ber fönigt. fädjfifdjen geotogifdjen ßanbeSanftatt bitrd) ©iegert 5 ) 
geotogifdje Bearbeitungen erfahren, jebad) ift bisher eine fixere ißaraftefifierung mit aitberen 
©ebieten uid)t gelungen. 

die eingef)eubfte SIrbeit t)at dangig geliefert. diefer roeift bereits oerfdjiebenttid) 
auf bie Uebereinftimmung non $offitien mit beiten mm ßieStingSroatbe t)in. die fäd)fifdje 
ßanbeSaufnafjnte f)at bieS aber nidjt anerfannt; unb nur anfgrunb einiger meniger 
^noceramen, bie man als Inoceramus Brongniarti Sowerby beutete, bie aber bicfer Slrt 
entfcfjieben nidjt angeboren, tjat man ben öit ab er beS $it tau er ©ebir gcS gur 
(Stufe beS Inoceramus Brongniarti geftettt. demgemäß mirb er feitbem raeitergefüfjrt. 

die geoIogifcTqe UeberfidjtSfarte ©ad)fenS non ©r ebner 6 ) geht fdjtiefjtid) nod) einen 
©d)ritt meiter unb gietjt and) baS ©ebiet mm ^r eibi 13 = Dannenberg, baS alte, bie fid) 
mit beffen (Stratigraphie in neuerer 3 e ^ befdjäftigt haben, ©türm 7 ), s 3 e tr a fd) ccf 8 ), 
Riegel 9 ) unb ©cupin 10 ) bem ©mfdjer 5ured)iten, 311111 Brongniarti qua ber. 

tiefer furge Stbrif) möge gur ©figgierung ber ©ntmidetung unb beS jepigen ©tanbeS 
ber Kenntnis beS gu behanbetnben ^reibegebieteS genügen. 


Illlgemeines über die Unoceramen des Gebietes. 

©d)on frütjgeitig hoi bie ©attung Inoceramus als 3 £)nen f D ff 1 t 111 ber treibe Ber= 
mertung gefunben unb gmar über meitere ©ebicte, roie aber and) fpegiett in ber treibe 
©adjfenS, bie man je nad) bem Stuftreten beS Inoceramus striatus, labiatus unb Brongniarti 
in Cenoman, Labiatus- unb Brongniarti -Zone gegliebert tjat. Sin ßeptere fdjtiefjt fid) uad) 
üben bie 3 onc beS Inoceramus latus an, bie aber in ©acbfen roegen SJtanget an fonftigen 
djaratteriftifdjen f^offilien bisher fid) nidjt einführen tonnte. SIuS ber nod) t)öh er auf* 
fteigcuben Cuvierizone, bem Emscher unb Senon finb anberroeit ebenfalls gut ausgeprägte 
formen non $noceramen befanitt. 

die Bbrgüge ber Slrteit bicfer ©attung bei ber Beroertung als ßeitfoffitien finb fdjon oft 
hernorgel)obcu roorben unb beftehen befonbcrS in ber häufigen pynbioibiteugat)t an ben fjlntn 
ftetten, bann and) in beut rafdjeit Slrtenraedjfet in geittid)er = oertifater Bidjtung bei meiter 
horigontater Berbreitung. demgegenüber fiepen jebodj and) nidjt unbeadjttidje Bacpteite. 
die Bariabitität ber Slrteit unb oor altem bie deformierung ber meift f)ocf)gcTr>ötbteti 
gönnen geben fetjr leidjt 51t HJtifjbeutungen Beranlaffung unb tjaben fdjon gu größer 
Berroirrung geführt, 3 ebod) p e j uorfidjtiger Beitupuitg, SluSfcpattung ber fdjtedjten ©tiicfc 
unb mögtidjftcm Bergleid) mit ©riginatcpcmptaren finb fic gut oerroenbbar. 9 Iur fetten 
genügt gum einroattbfreien Bergleid) Befcf)reibitug unb SIbbitbung. 

Sind) bei ben oortiegenben ©tiicfeu mar trop beS reichen SJcateriateS bie geftffettung 
ber SIrtumgrengungen gum teil fefjr erfd)mcrt. Unter 10 ©fremptaren ift faum ein 00IL 
ftänbig normales oorhanben. Söcitcr ift and) baS geplen ber ßatffdjate 001t nngüuftigem 
©inftup auf bie Beftimmung ber Objcfte. 91 ur ©teinferne begm. ^oplabbrüde tonnten 
benupt rocrben. deshalb finb mögtidjft and) nur anfcfjeinenb normale ©tiicfe gur Be= 
arbeitung perangegogen morben, bie in ber gleichen SluSbilbung mehrfad) oorhanben roaren. 
dropbem merbcn neue gnnbe noch mandje ©rgänguug unb Berichtigung bringen tonnen. 

daS Beftreben mar oontchmtidj barauf gerichtet, einen einro anb* 
freien Bergteich piefiger formen mit benen anberer ©ebiete perbeigufüpren. 

2 Bie fdjoit bargetegt, befcpränft fid) bie Kenntnis beS goffitinfjaltS nuferer Hreibe= 
fd)idjteu faft nur auf ben gunbort an ber ©tation danitenberg. gnoceramen finb bafetbft 
im ©egenfap gum übrigen ©ebiet gicmtidj fetten, unb fo ift eS teid)t erftärtidj, bafj nur 
rocnig über bie barin oorfommenben formen befanitt ift. 


’) ©cupin, Siteraturoerg. 31 @. 708, 714. 

2 ) Cotta, bo. 2. 

3 ) ©einip, bo. 13 6. 60, ßiteraturoerg. 14, 

ßiteraturoerp 15 ©. 108—110. 

4 ) dangig, bo. 4 ©. 8, ßiteraturoerg. 5. 


5 ) ©tcgcrtt), ßiteraturocrg. 32 ©. 7 u. 16 

6 ) Sr ebner, bo. 3. 


7 ) ©türm, bo. 

8 ) Betrafdjecf, bo. 

9 ) Siegel, bo. 

10 ) Scupin, bo. 


36 ©. 52. 

24 ©. 8. 

7 ©. 7. 

31 ©. 708, 714. 


SBaS tu ber Siteratur darüber angeführt ift, [ei tu folgenbem befprodjen tutb [ouieit 
bas nit §anb bcr mir gitgättglichcu 93elege möglich mar, nachgeprüft unb berichtigt. 

teilte einzige, für beu ©mfdjer anbenoärtS leitenbe $orm mar bisher hier firfjer 
feftgeftcllt. Die fypffillifte mm Ureibitg bei prüfet) 1 ) führt einen Inoceramus nur iu 
klammern an. 

Inoceramus percostatus G. Müller, mie iß ctraf d) e cf -) einige ©jemplare int üüttnetal. 
9Jhtfeum 51 t Dresden unb an ber geologifdjett DTeidjSanftalt Söien beftinunt hat, enoieS 
[ich bei genauer Untersuchung als Inoceramus Kleini G. Müller. 

Inoceramus latus Mähteil 2 ), ber nun ihm ebenfalls mm hier angeführt roirb, geht 
auch in tiefere Schichten hinab unb famt beSEjatb [ür bie -fpörigontfeftftellung nicht ntafp 
gebeub [ein. 

Inoceramus crassus Petrascheck 3 ) ift eilte mm ihm neu aufgeftetlte UCrt, bie bisher 
nur auS bem ©ebiet befanut mar. 

Inoceramus Cuvieri Sow., obtoohl mm iß e tr et [ di e cf 4 ) unb $ritfd) 5 ) gitiert, mar 
in [einer tr)pi[cf)en gönn bisher uoit hier nicht befanut. 

Inoceramus Geinitzianus Stol. 6 ) rnirb mm griffe!) mm ber Station Dannenberg 
aufgeführt. Die 9Ibbilbung ift eine Bopie attS ©einit) „^ieSlingStoalbe". DaS int 53öf)mifd)eu 
öänbcSmufeum 31 t Ißrag unter bem gimbort „Dannenberg" fo begcidptctc Stücf fdjeint 
nach bem ©efteiu muht mm SöalterSborf i. Sa. (Qittaner ©ebirge) 31 t ftammeit unb 31 t 
Inoceramus Lusatiae n. sp. 31 t gehören. 

91 e ith 7 ) führt mm Ifreibit) Inoceramus concentricus Park., Inoceramus Brongniarti 
Park., Inoceramus Cripsi Mant. unb Inoceramus mytiloides Mant. auf, ba er jebod) feine 
9Ibbilbungen hlergrt gibt unb neben „ßreibiig" auch oerfd)ieöeue fonftige gunborte trüberer 
Iporigonte [teilt, fatttt hierzu nicht Stellung genommen merbert. 

Inoceramus Brongniarti Sow. gittert ©eittih 8 ) mm SöalterSborf, .ft'reibip, Dattnem 
berg unb öftlid) 9teul)ütte. ©oioeit mir attS beut ©ciuit; uerfügbaren iölaterial eine gefL 
fteltuug möglich mar, fittb bie ©tüde 31 t Inoceramus Lusatiae n. sp. unb Inoceramus 
Kleini G. Müller 31 t [teilen. Der Inoceramus Brongniarti beS ©IbtljaleS liegt attS unferem 
©ebiet nicht uor. 

Die nott ©eiitit 3 als Inoceramus latus Mant. 9 ) mm .fheibit) begegneten Stüde ent= 
flammen bem tieferen ^origont unb fittb bei biefer 91rt gtt belaffett. 

ferner führt er beit Inoceramus Cripsi Mant-. 10 ) mm ^'reibitg auf, jebod) gehört ©lbff)aL 
gebirge II, Daf. 13 gig. 13 gtt Inoceramus crassus Petr., unb Dctf. 13 gig. 14 tutb 15 31 t 
Inoceramus Cuvieri var. planus Münst. 

Die fd)lief)lid) uort ©einit) als Inoceramus Lamarcki Park. 11 ) non Dannenberg auf= 
geführte 91 rt fd)eiut Inoceramus Weisei n. sp. 31 t fein, beim bie in ber Söeifefdjen ©amm= 
litttg uorhanbenen Stüde biefer 91rt fittb non ihm als Inoceramus Lamarcki begeidjnet 
roorben. 

gnoceramctt fittb nott ßreibii) nod) nerfdjiebentlid) aufgeführt roorben, jebod) ohne 
nähere ^Begründung ber 91 rt unb attd) unrichtig, fo baß oon einer roeiteren 9lufgäf)lung 
abgefehen nt erben fatttt. 

gut folgenben fei eine gufammenfaffung ber oon mir im ©ebiet feftgefteüten 91rten 
gegeben, möglid)ft nach ihrem 91uftreten in oertifaler 9ttd)titng begro. oon Söeftett nach 
Offen fortfd)reiteitb geordnet. 

9luS beit ißriefeuer Schichten oon 93öhm.'$amnih ift mir nur ber Inoceramus latus 
befanut. Der oon ba angeführte In. Cuvieri Sow. dürfte tool)l attd) nur biefer 9Irt 
angehören. Die gnoceramen in den Dänen oon gafgfdjfe, toie fie auS bem ÜJttneral. 
HLufeum gtt Dresden unb oon ber geologifd)en SanbeSanftalt gtt Seipgig oorliegen, find 
ebenfalls nur 31 t In. latus 31 t [teilen. 9(itcl) ber tieffte befannte foffilführenbe -fporigont 
im ^reibitjtale bei 350 m |>öf)e h Q f nur T 11 . latus, unb 310 ar 2 ©remplate, geliefert. 
91m 91orbabhang beS DalcS herr[d)t in 390 unb 400 m -f?öf)e attd) Liefe 9(rt oor (iühtfcttm 


’) griffet), Siteraturoerg. 11 <5. 24. 

2 ) ißetrafcbect, bo. 23 ©. 165. 

3 ) Derf., bo. 23 @. 164. 

4 ) Serf., bo. 23 ©. 162. 

5 ) griffet), bo. 11 ©. 67. ®a§ 58öl)mifctie 

SanbeSmufeum befitjt nur wenig gnoceramen 

auS bem föreibijp Dannenberger ©ebiet. gd) 


habe fie bafelbft beficfjtigt, jebod) bei ber Durch’ 
arbeitung ber Slrten nicht oor mir gehabt. 

6 ) gritfd), Citeraturoerg. li ©. 67. 


7 ) 

9teu6, 

bo. 

26 

©. 

24 

, 25, 26. 

8 ) 

©einii). 

bo. 

17 

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S. 

43. 

9 ) 

©erf.. 

bo. 

17 

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45. 

10 ) 

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bo. 

17 

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49. 


®er[., 

bo. 

17 

II 

0 . 

50. 


37 [5] - 


DreSbeit, ffteidfSanftalt Söieit, iUhtfcum für fftaturfunbe 93erlin). 9Iur ein einziges 93utd)= 
ftitd (©ammlung ßifdffe) märe 51 t Inoceramus crassus Petr. gu [teilen. 

93iS etraa 450 m tritt fobann an berfclben Dalfeite Inoceramus Cuvieri var. planus auf. 

93ei 450 m fet^t gleid)geitig nocfj mit ber norgenaunten Hirt gufammen Inoceramus 
Kleini in trjpiftfjen ©petnplarcit ein. Diefe Hirt fiubet man nun an nerfd)iebenen (Stellen 
bis gur ©ifeubahnftation Dannenberg hinauf in 540 m §öl)c, unb fie ift and) in groci @,rem= 
plaren nom DadjSIjodj in 520 m unb in einem ©tüd aus bem alten ©teinbrud) am ©üb= 
bange beS großen $riebrid)SbergeS in 550 m Jpöfje befannt. Hin ber [üblichen Dalfeite 
non ftreibit) fanb id) in ca. 410 m ^>of>e einen ©anbfteinblod in primärer ßagerung, ber 
bie formen be§ In. Kleini lieferte, roie fie auf Daf. II ^yig. 3 gur Darftellung gelaugt 
finb. (jin ©teinbrud) an ber fguliu§höl)c in 450 m £>öf)e treten fobann neben biefen 
formen and) d)arafteriftifd)ere Gsfremplare biefer Hirt auf. 

93ont ßrcibit)tal gegen Hierbei! in ber Hlöf)e ber $urafd)olIe non üftaffeitborf in 400 m 
6 pöbe liegen mir aitS ber ^öglerfdfen ©ammlung einige ©tiide nor, bie bem tppifdfen 
norbbeutfcben In. Cuvieri gitgured)nen finb. Daneben fiubet fid) and) In. Cuvieri var. 
planus, In. Weisei unb In. crassus, alles formen, bie auf ben In. Cuvieri guriid= 
gufüfjren finb. 

In. crassus fommt bitrd) ba§ gange ßreibitger ©ebiet nor. 93oit 390 m ÜDteereShöf)e 
an fiubet er fid) an mehreren ©teilen bis hinauf gur ©tation Dannenberg unb in befoitberS 
fd)änen ©remptareu im Dad)Slod). .Qittauer ©ebirge ift er nod) nicht beobachtet roorben. 

9Jtit ihm gnfammen fiubet fid) im DadjSlocf) ber nicht geringer aufgeblähte In. 
Weisei, ber auch bei Hlaffejtborf oorfommt, unb non ber ©tation Dannenberg in je einem 
©jemplar im .93öf)niifd)cn ßaubeSinufeitm unb an ber beutfdjen Uninerfität gu $rag foroie 
in einem ©tücf nom Dlorbabhang beS -'pocbroalbeS an ber gcoiogifdfen ßanbeSanftalt ßeipgig 
norl)anben ift. 

Inoceramus percostatus liegt nur non ber ©tation Dannenberg nor, an il)u fd)licf)t 
fiel) Inoceramus subpercostatus non ber ßaufdje unb Inoceramus Koegleri nom Dad)Sloä), 
ber ©tation Dannenberg, ber $uIiuShöf)e unb non 9taffeitborf. 

ferner liegen nom D>ad)Slod) 2 ©pemplare beS Inoceramus cf. Koeneni nor, foroie 
eine rechte unb eine liufe klappe ber neuen Hirt Inoceramus Wandereri, ferner 3 ©remplare 
beS Inoceramus Dachslochensis. Inoceramus Winkholdioides ift befannt nom ©übl)ang beS 
großen $riebrid)SbergeS, nom DadfSlod) unb nom Dreieder. 

DaS öftlidje ^reibegebict roirb befouberS bitrd) bie Hirten Inoceramus Frechi, Glatziae, 
Lusatiae unb Sturmi dfaraftcrifiert. In. Frechi liegt nom ©onnenberge bei HBalterSborf 
foroie in einem ©jemplar non ber ©tation ^rcibifpDcichftatt, In. Glatziae nom ©onnein 
berge, Dreieder unb DadjSlocf), In. Lusatiae ebenfalls nom ©onnenberge, bann nom 9torb= 
hang ber ßaufdje, nom Dreieder, Dadj§lodj unb ber ©ifenbaf)n=3tatiou ßreibitpDeidjftatt, 
fd)lief 3 lid) In. Sturmi nom ©onnenberge unb non ber ©tation Dannenberg nor. 93 om 
©onnenberge ift nod) In. subquadratus unb In. protractus gu ermähnen. 93 om ©itb= 
hang beS ©odpoalbeS ift mir nur ein großes ©jemplar non In. Cuvieri unb eines, bas 
niclleid)t bem In. Cuvieri var. cripsioides angehört, befannt. 2öie bie genauen ßagerungS= 
nerf)ältniffe an festerem Orte finb, entgieht fid) meiner Kenntnis, $ritfcf) geid)nct auf 
feiner geologifdjen ßarte non Htorbböhmen, ©eftion Deplit 3 =ffteidjenberg, am ^jodjroalb bie 
©renge ginifd)eu ©hLnnefer unb $ferfdjidjten, roebei roofl eine 93rucl)Iinie angunehmen 
märe, roaS fid) and) bitrd) meine fffuitbe beftätigen mürbe. 

|fur befferen lleberfid)t beS HluftretenS ber Hirten an ben eirtgelnen ^unbfteflen möge 
nad)folgenbe Dabclle bienen. 


— 38 [ 6 ] — 


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39 [7] 


Der Aufbau der Mreidefcbicbten. 

Sa§ SängSprofil auf Saf. 9 $ig. 1 gibt einen ibealen Surdjfdjnitt beS ©ebieteS unter 
SBerüdfidjtiguitg bei* £>auptfunbftätteu non $noceramen. Ser Scpnitt ift ungefäpr in ber 
fRidjtung non 2Beft na cf) Oft geführt, non ber tiefften Stelle beS ürcibiptaleS biefem 
entlang na cf) bem Sannenbergfegel, bann über ba§ SadjSlodj naef) ben Saubfteinbrücpen 
an ber Saufcpe unb am Sonnenberge, unb non ba gen Süboft umbiegenb, gum Sanbfteim 
britdjc am Sübpange be§ ^odjroalbeS. Sie gange Sänge entfpriept einer Suftlinie non 
21 km. Sie tieffte Steife im Äreibitjer Safe liegt etroa bei 310 m, ber Salfdjlufj ber 
£h*eibefdjidjten im Often über bem Sanbfteinbrudj am Sübpange beS SanuenbcrgeS in 
670 m .Spöfgc. Sin ber Saufcpe fteigt ber Sanbftein bi§ 720 unb am fpodjroalb bi§ 680 m 
pinan, fo bafj eine Sdftäcptigfeit be§ gangen ^omplejeS non ntnb 400 m angunepmeit ift. 
Sie ©ipfel be§ SaimenbcrgeS, ber Saufcpe unb be§ fpodjraalbed beftepen au§ Ißponclitp. 

allgemeinen ift bie Sd)id)tenlagc eine porigontale. Ob ba§ im roeftlidj anfcpliefjenben 
©ebiete beobacptete fd)macf)e öftlid)e ©infallen ber Scpicpten and) pier fortfetgt, läf 3 t fid) burdj 
paläontologifdjc IBefunbe nidjt fidjer nad)meifen. SSenn and) einige Slrten, roie Inoceramus 
Frechi, Glatziae unb Lusatiae im öftlicfjen füdjfifdjeu Anteil if)re fpauptoerbreitung befipen, 
feplen fie bod) and) nidjt noflftänbig im ^reibiper ©ebiet. Sie $agie§oerpältuiffe paben 
belanntlidj großen ©influfj auf bie §aitna. 

lieber bie litpologifdje .ßufammenfepuug biefeS SdjidjtenfomplereS in feinem ungemein 
häufigen SSedjfel non tonigen, mergeligen, fanbigen unb quargitifepen Sd)id)tcu unterrieptet 
am beftcu baS folgenbe fßrofil, ba§ an SSafferriffen entlang an ber Slorbfeite be§ 3?rcibip= 
taleS feftgeftellt inerben founte. 

325 m fepr lofjlige üftergelfdjidjt (Siibfeite be§ SaleS) 

332 m gelblidjer Sanb 

335 m bitnfler fanbiger SJierget 

340 m gäper, grau unb gelber Setten 

345 m lofeS fanbigeS ©eftein 

350 — 375 m Sonmergel (? mit Sanblagen) 

375 — 380 m Sanbftein 

382 — 390 m roie folgt non unten auf: 

0,30 m mürber Sanbftein 
0,30 m roeifjer, fefter qnargitifdjer Sanbftein 

1,00 in roeip uitb gelber, mürber Sanbftein 
0,40 m fefter qnargitifdjer, rocipgrauer Sanbftein 
0,50 m mürber, gelber unb teils roeifjgrauer Sanbftein 
0,50 in roeip=, gelb= unb blamgebäuberter Sonmergel mit nie! ^oplenreften 
0,50 m mürber, meipgelber Sanbftein 
0,20 m fdjniarguiciper, fdjnmdjfopliger Sonmergel 
0,70 in mürber, ineifjgelber Sanbftein 
0,10 m f einquargitif d^e, fepr fefte 33anf 
0,50 m roeipgrauer, nidgt fepr fefter Sanbftein 
0,20 m feinquargitifdje, fefte Sd)id)t 
0,50 m mürber, rotgelber Sanbftein 
0,10 m g r o b q 1 1 a r g i t i f d) e , fefjr fefte Sdjidjt 
0,20 m gelb= unb bitnfelgrüner SJlergel 

1,00 m roter, fefjr mürber, mergelartiger Sanbftein 

1,00 m giemlicfj gäper, rotgelber tOlergel 
395 m pellgrauer, qnargitifdjer Sanbftein 
400 m eine SSanf fefter qnargitifdjer Sanbftein 
402 m rotgelber Sanbftein 
405 m graugelber Quargit 
410 m raeidjer, gelber Sanbftein 
415 m gäljer, blauer, fanbiger ÜDicrgel 
420 — 440 m gelber Sanbftein 
441 m fefte (quargitifdje ?) Sanbfteinbanf 
445 m buntle ÜUlergelbanf 
450 in fefte, pelle Qitargitbauf 
458 m pelle tüiergelbanf 
460 m Quargitbanf 


- 40 [8] - 


baritber bi§ 500 m ift nur ©anbftein loafn^uitefpueit, jebod) finbeu fiel) an aitbercit ©teilen, 
fo am ©itbljange beS ^reibitjct ^effelS, nod) in 495 m lpö()e Blaue Setten, ferner gegen 
bie ©ifenbafmftatiou Saunenberg i)iu tu 531 in £jöf)e gä£)er San, am ©omtenberge bei 
SöalterSborf in 560 m tpöfjc eine fol)Iige, bttitfle fOtergelfd)id)t, roeiter, uad) frcunblid)er 
ÜÖXitteilung beS ipernt IJkofcffor Sr. 9Seiuifcf) (bie ©teile tonnte idj nocf) nid)t fctbft auffuefjen), 
am ©d)öber an ber ©trafje oor 94euf)ütte in 600 m .Spo£)c eine 9Jtergelfd)id)t. 

©in fpegießeS ©ingefjen hierauf muff ber fpätereu Arbeit oorbeplten bleiben, jebod) 
fei betont, baff eine ftratigrapf)ifd)e ©lieberitug uad) petrograp£)ifd)en @efid)tSpunfteu nid)t 
mögtidj ift. Söir Ejaben einen ©d)id)tenfompIe£ oor tittS, ber aitS einem 2Bed)fel oon tOierget 
unb ©anbftein fid) allmäfjlid) in jüngeren ©djicfjteu 31 t mäd)tigeren ©anbfteiubänfeu IjerauS= 
gebilbet f)at, genau fo, mic Balger in feiner ©eologie oon S3öf)men (©. 1332 tt. flgbc.) baS 
93erI)ältniS gmifdjen Lßriefener unb ©fjlomefer ©djidjten fcfjilbert. 

Sem tiefften fünfte beS ^reibiger SaleS, alfo au ber Dlorbfeite beS HalteitbergeS, 
entfprid)t an ber ©übfeite beS ScrgeS etroa ber oon $ritf d) ermähnte ffautbort am S3af)itf)of 
93öl) nt. Gaumig. 1 ) Sic aferbinbitrtg beiber ©teilen bilbet bie roeftlid) am ßaltenberge f)in= 
3 iel)enbe SDtergetgone, auf ber fid) in ungeftörter Sagerung bie fogenannten „©fflotnefer 
©d)id)teit" auf bauen. tUadi SBeftcn gilt lägt fid) bie eben genannte SJiergelgoue als 
„ißriefener ©d)id)tcn" (f^ritfd)) =„©uoierimergeI" (33ecf unb §ibfcfj) oon 33öl)tn.4tamuig an 
33rud)liniett entlang bis gegen Setfd)eu itub barüber ginauS oerfolgen, 2 ) Slitd) biefe 
„ s f3riefener ©d)id)ten'‘ ftelleit nid)t reine IDiergeb ober Sonlagen bar, fonbern nab) 33 ed 
unb ipibfcf) 3 ) ebenfalls SSedjfellagentngen oon ©anbfteinen unb tütergeln gleid) bett 
©d)id)tcu im ßreibiger Sale, fo baf) e§ immerhin möglich märe, baft 3 . 33. bie tOtergel oon 
©ünterSborf öftlid) oon Setfcgcn in 420 m|)öf)e ifjre Slequioalente in beit ©uoierifd)id)ten 
beS ßreibiger SaleS gaben. 

@S ift 31 t oermuten, baff bie ipor^onticruug ber Ißriefener ©cgicgten oon bett ©glontefer 
©cgiditeit auSgegenb einen beffereit ©rfolg oerfprid)t, als gegenroärtig in ©ebicten, too bie 
$riefetter ©d)id)tcn bie ßreibeformatioit ttaeg oben abfcgliefjen. 


Das Alter des IKreibitz-Zittauer Sandlteingebirges. 

93crgleid)t man baS Sorfommert ber f)ier auftretenben $noceranten (f. ©. 39) mit 
beut in anberen ©ebieteit, fo ergibt fid) foIgenbeS: 

Inoceramus latus ift bcfottberS leitenb für bie ©capf)iten 3 one, roenn er and) babei in 
f)öf)ere ©d)id)ten nod) auffteigt. ffn bett Ißriefener ©cgicgten oon Setfegen unb 93öf)m.= 
^ainttig, in ^reibig bis 31 t 390 m I)errfd)t er allein oon bett ^noceramen oor, nur ein ©tiid 
eitteS Inoceramus crassus ift nod) in 390 m ipögc gefunben toorbett. 31ud) bie fonftige 
fyartna geigt nid)t bie egarafteriftifegen formen beS gögeren §ori 3 onteS, fo baf? fid) biefe 
Abteilung als nnterfte Qotte toogl abtrennen lägt, fjcf) fjatte fie für ebenbürtig mit beit 
IDtergelit oon 3agfb)fe bei SBeglen ttttb ben Sonett oon ©rog=94atftoig in ber Sötoenberger 
treibe, bie oon ©türm, Riegel ttttb ©eupitt itt bie ©capf)iten 3 one geftelft roerben. 

Sarübcr bauen fid) nun abmecgfelnb IDtcrgeC nitb ©anbfteinf cgicgten bis in ca. 450 m 
^)ö£)G auf. 31tt $noceramen finbeu fid) barin In. Cuvieri, In. Cuvieri var. planus, In. 

Cuvieri var. cripsioides, In. crassus, ln. Weisei ttttb In. Kleini var. unb 31 t oberft 

In. Cuvieri var. planus gemifd)t mit I 11 . Kleini. Siefe $one, ca. 60 m mäd)tig, ent= 
fprid)t beut SubtoigSborfer ©anbftein in ber Sötoenberger treibe unb ftellt bie ©uoieru 
3 one bar. 

Saritber lagert nun ber ©ntfdjer, SDSergeX, 0 ,uar 3 it= unb ©anbfteiitbänfe, egarafterifiert 
bttrd) In. Kleini unb percostatus, int ßreibiger profil oon 450 — 540 m tut ber Station 
Sannenberg fef)r foffilreid), oott ba bis 31110 ©anbfteinbrud) in falber £>öge beS Sannem 
bergeS in 650 m -jpöge anfegeinenb foffilarm. Ser ntäd)tige ©teinbrueg enthält faft 
feine $p$filien. Lieber feinen int 31b bau befinblicgen Söäitbett Xagerttb, fattb id) einen 

mergeligen ©anbftein, ber mir Liopistha aequivalvis Goldf. sp. unb Cardium Ottoi Gein. 
lieferte. SaS (entere $offi! 3 erfiel aber fofort beim 31uffinben. Sie goffilien biefer 

.ßone ftimmen genau mit betten oott ßieSlittgStoalbe in ber ©raffdjaft ©lat) überein 
unb gritfcf) fjat fie and) bemgemä^ 3 ttfantmen befjanbelt. 


') St'itfd), Siteraturoeig. 10 ©. 29. 

2 ) Hager, Siteraturoerg. 19 (5. 1381. 2Iud) f>ter toirb biefe 2tnfid)t unpoeibeutig au§gefprod)eii. 

3 ) 33eä unb §tbfd), fitteraturDerj. l ©. 38. 


4t [9] - 


®ie weiter gen Offen liegenben ^unöftätten fiitb btird) ba§ 2ht non $niu> 0 cn 0 iborf 
oon bem ßreibiper ©ebiet getrennt, babeit aber charafteriftifcfje ©mfdjcrfoffilien geliefert, 
fo In. Kleini, Frechi, Glatziae, Lusatiae itnb Sturmi. ®ie fjnoccramcit bc§ @onnen = 
berged finb befonberd bc§t)alb wichtig, weit fie fo wie tjier and) faft at§ 
einzige $offitieit an ber griebrid)§grunber Set) ne (^eitfdjener) in ber 
©raffdjaft ©tat) narfommen. ®a nach Riegel 1 ) jene Schichten unzweifelhaft §um 
©ntfdjer gebaren, fo muff and) b ae> .ßitt au er ©anbfteingebirge jnm ©rnfcher 
geftettt werben. In. Frechi liegt ferner in fdföuen ©remptaren aus» bem ©iitfdjer non 
Rodert au in ber ßöwenberger ffreibe uor. 

Jfatjcr 2 ) filtert and) ißeruper 6d)id)teit aus bem SöatterSborfer ©ebict au, biirfte 
aber wohl nur jenen buntten fotjtigen S£on atS fotd)e aufeben, ber burct) bie • ©teinbrüd)e am 
©ottiteitberge unb an ber ßaufdje t)iuburd)gc^t unb beit 9DIergetfcf)t(f)ten non ^reibit 3 fef>r 
ähnlich fiebt. ©rot) Dieter 93emithnitgen f)at er nur einige wenige fteine, uieftcid)t nodj 
beftimmbare ^ftaitjenrcfte geliefert. 3ttS iß ent per @d)id)teu im (Sinne dou ^aper 
i ft a t f o hier eine Sanbpflangen f ii t) r e n b c 93 a n f © m f dj e r aufgnfaffen. 

93 an beit $noceramett uttfereS ©ntfdiergcbictcS finb aud) mehrere für beit ©ntfrber 
beS nör biteben ^argranbeS djarafteriftifd), e§ fiitb bieS In. Kleini, percostatus unb 
subquädratus, ferner t)örf)ftir>af)rfd)eiu[id) attd) mit £>arzranb uorfommenb In.Winkholdioides 
Winkholdi (?) ttnb ln. Lusatiae bilobatus (?). 

tötit beut ©nt f et) er ber £) eit fd) euer ftimmen übereilt In. Frechi, (Glatziae, Lusatiae 
itnb Sturmi. Sie in beit Sotten uott IfartSberg bafelbft gefnnbenen ^noceramett uermag 
ict) 31t feiner ber mir nortiegenben formen 31t ftetten. 

9titd) bie iDicbr^abt ber ^ltoceramen noit J?ie§tingSwa tbe, bie id) atS nette 9trt In. 
Sturmi bezeichnet habe, bat ihren 93ertreter in einer 9lu0abt ©jemptare am ©oitneitberge. 
9(nS bent SreSbciter iOhtfeitnt erfd)eint mir ein atS mit „ßreibit)" be 0 eid)itete§ ©tiid nach 
bem ©eftcinSmateriat uoit ^ieStingSwatbe 0 U ftammen; eS ift nicht altgtt grop, geigt aber 
bie d)arafteriftifd)e gorm beS In. Kleini. (Sollte ber In. undabundes M. & H., wie @. 47 
angebeutet, §u In. crassus gehören, fo wäre ba§ eine weitere ^rtoceramenart, bie an beibeit 
(Stetten uorfomntt. 

9fnS bem © nt f d) e r ber 2 ö w en berget treibe ftimmen ebenfattS nier $nocetamen= 
arten mit beit hiafigett überein, nämlich dou ^wefenau In. Frechi, uoit ©ät)n§borf In. Kleini, 
dou s Jceuwarthan In. protractus unb In. crassus. 

Sementfprecheub würbe bie 9IItcrSftettung ber Schichten beS ltreibih=3tttauer Saitb= 
fteingcbirgeS, mit beiten mtberer ©ebiete nerglidjen, itaehftehenbeS 93itb ergeben. 


Zonen 

emittier 

Kreibitz-Zittau 

(yinbert] 
(Sglomefer ©eßle iy- 
ten über 450 m im 
fireißtger Stal, 
forme 3iaaucr 
©anbftetngeßtrge 

Cöwenberg 

[©cupin] 

Oßerquater (?) 

^eufebeuer 

[Siegel] 

grtebricߧgvunber 
Üeßne be^to. 

Oberer Cuober 

harzrand 

[@. SMIIer] 

ööftof Bel 
OuebiinBurg 

U. Q. 

Kieslingswalde 

[©türm] 

die§ling§tnalbcr 

Sadilen 

[©cupin] 

Jleuroartßau 

©anbftein 


Cuvieri- 

zone 

fireiblgcr 
©eßteßten 
390—450 m tm 
Stretfilßcr Sal 

£ubroig§borfer 

©anbftein 

darlsßerg 

©unierUone 

Obere 

die§ltng§roalber 

2one 

Ueßtrquabet 

Scapbitem 
zone 3 ) 

«Priefener 
©eßleßten 
unter 390 m im 
.dreißiger Stal 

'.Dtcrgel non 
©roßraefroig 

jtarlsberg 


Obere Stbttg. 
b. um. 

ftieglingbmaiber 

Stone 

Sone non 
3agfcÖfc. 


J ) Riegel, fiiteraturoeiq. 7, <S. 26. 

2 ) R'aper, Sitcraturoerj. 19, @. 1264. 

3 ) ©er Söegriff „Seapbitenjone" ift nach Sturm, Citcraturoerj. 86, 6. 52 unb Siegel, Citeraturocr). 7, 
©. 7 aufgefapt. 


— 42 [ 10 ] — 


Zufammenfaffung. 

Sie ^fnoccrnmcu beS bcßanbelteit ©ebieteS eignen fief) feßr gut gur £>origont= 
feftftettung. 

SaS Urcibitj-ßitt attcr ©attb [teilt gebir ge i ft ein teftonifcß e i u c i t = 
1 i cß e S ©ebilbe. Sic [aitui[ti[cf)en üBergleicße beiber ©ebicte feßließeu eine größere ßorigoutale 
(Störung burdj 93ritcße auS. ©S gliebert fiel) in ©capßiteitgoitc, ©uoierigone itnb 
© nt [ d) e r. ,[5111 3it^ ailcr ©ebirge ift bie ©capßiteiigoue muß nid)t, bie ©uoierigone nur 
aut ©übßauge beS ipocßtoalbeS ttaeßgeroiefen roorbett. 

Sie ©ßlontefer ©dfießten eutroicfclu fiel) auS einem SBecßfel non 9JlergeI= unb 
©anbftcinfcßicßten ttad) oben ßiu 51t immer mächtigeren ©anbfteinbänfert. 

Sie 93egeicßnung „©ßlontefer ©eßießten" ift nur für ben bei 450 m im ^Teibißer Sale 
einfetjeubcu ©mfeßer unb bie entfpreeßenben fonftigen 9(61agerungeit in [Böhmen 011511= 
roenben. 9iur in biefent (Sinne formen [ie einen ftratigrapßifcßen 9öert bemalten. 9(1§ 
„ßreibißer © cf) i cf) ten" fönnen bann bie ©uoierigone, baS ift 0011 390 — 450 m int 
ilrcibiijer Safe unb bereu Sfeqitib'afente gelten. 2SaS barunter liegt, mürbe als „ißrief euer 
©eßießten'' (©capßitengone) angufeßen fein. 


Beitreibung der Urten. 


Unoceramus latus Iftantell. 


1822 

1837 

1870 

1871 — 
1901 

1903 


Taf. IV Fig. 4. 

Inoceramus latus, Mantell, Geol. of Sussex, S. 216, Taf. 27 Fig. 10. 

„ Sowerby, Grossbritanniens Mineral-Conchologie, Taf. 582 Fig. 1, S. 609. 

„ „ ,, F. Roemer, Geologie von Oberschlesien, S. 316, Taf. 34 Fig. 12. 

75 ,, ., ,. Geinitz, Elbthalgebirge II, Palaeontographica XX, Taf. 13 Fig. 4, 5, S. 45. 

., „ ,, Elbert, Das untere Angoumien in den Osningbergketten des Teutoburger 

Waldes. Verb. d. Naturh.-Ver. d. Rheinlande, Taf. 3 Fig. 4. 

„ Petrascheck, Ueber Inoceramen aus der Kreide Böhmens und Sachsens. 

Jahrb. d. k. k. geol. R.-A. Bd. 53, Heft 1, S. 165 zum teil. 


Sie mir oorliegettben ca. 20 ©pcntplare finb affe ntcbr ober roeniger oerbrüeft ober 
ltnoollftänbig erhalten. ©itteS ber beften and bem ÜRmeralogifcßeu 9Rufeum 51t SreSben 
(9er. 15 bafcfbft) ift auf Saf. 4 $ig. 4 micbergegcbeu. 9[ud) bie geofogifd)C [ReicßSanftalt 
SBien befitjt einige meift feßr oerbritefte ©pempldre non Jjier (91r. 10, 11, 13, 15, 31 ttttb 
34 bafefbft), foroie muß bas 9Rufeum für 9Iaturfunbe 51t Berlin, $nroieroeit nufere 
91rt mit ber cnglifdjen übercinftimmt, fantt erft ttad) 23eröffentlicßnng meiteren 9RaterialeS 
feftgeftefft roerben. §err fßtofeffor Sr. 93oeßnt=93erliu befitjt eilten 91bguß be§ 9Rantellfcßen 
Originales, baS feiber niefjt ooflftänbig erhalten ift ttttb einen fießeren ißergleicß nicf)t gulnfjt. 

Sie ©teinferne beS ©ebieteS finb flacß gemötbt ttttb fallen allmäßlig gum 93orber= 
unb glügelranbe ab. Ser ÜBorberrartb bilbet einen flauen, ttad) attSroärtS gerichteten 
93 eigen, ber Unterraub ift meßr ßalbfreiSförmig geftaltet, ber ^interranb fteigt attfeßeinenb 
giemlicß gerabe auf unb ift gegen ben ©eßlüßranb ßitt etmaS eiitgegogett. Ser ©cßloßtanb 
ift gerabe, bie Sänge nicht feftguftellen. Ser Deine fpiße, gegen bie ©cßale angebrüefte 
SSirbel ragt ein tueitig über ben ©cßloßranb biumeg. Sie Oberfläche ift mit giemlicß 
regelmäßigen, ftuntufeit, fongeittrifcßen galten bebeeft , über bie bentlicße 9(utoad)Sftreifeu 
gießen. f}m allgemeinen geigen bie galten unb 9InroacßSftreifeu längs ber ßöcßften SSölbuttg 
etroa auf ber 9Ritte ber ©cßale eine meßr ober roeniger feßarf ausgeprägte ||[ticfnng. 
Sie attS Sonfd)id)ten ftammenben ©pemplare finb oft feßr breit auSgeroalgt, bie ßiticfung 
ift oerfeßrounben ttttb au bereit ©teile fRuitbttttg getreten. Ser gröfitc ber mir oorlicgenbett 
©teinferne ift ungefäßr 65 mm ßoeß. 

Saf. 34 $ig. 12 bei $. [Römer, ©eologie 0011 Oberfcßlefien, gibt ben ©ßarafter nuferer 
©pemplare gut roieber. 91ucß bie 9(bbilbung bei ©Ibert Saf. 3 $ig. 4, obrooßl etroaS breit, 
entfprießt in ber 9Irt ber 93erippung biefett ©tücfen. Sic .©Ibtßalgebirge II Saf. 13 fyig. 4 
unb 5 ooit ©treßfeu bargeftellteu ©pemplare ßaben ebenfalls bamit große 9Ießnlicßfeit. 
93egüglid) ber auf berfelben Safe! $ig. 6 — 8 mm ©treßleit gtt In. Cuvieri Sow. gegogenen 
©tiiefe mag bie ©ntfeßeibung baßingeftellt fein, jeboeß befiße id) aus ben [ßriefener ©eßießten 
oon ©ßoßen in Dftbößmen eine ßolleftion fguoceramen, bie Üebergänge oott ben formen 
beS ©einitjfcßeu Cuvieri gttm In. latus geigen, fo baf) man fie alle am beften rooßl nur 
als In. latus begeießnet. ^itbeot finb attd) bie ©treßlener ©tiiefe gleicß betten oon ©ßoßert 
beformiert unb bie ltrfprüttglicße $orm ift ttießt meßr feftguftellen. 


- 43 [ 11 ] - 


ißetrafched fagt 1. c. <5. 165: „Die SJle^rgatjI ber au§ ben jüitgften ©d)id)ten ber Urcibe 
©ad)fen§ unb d3öf)men§ uorliegenben $noceramen gehört bem In. latus Sow.==(Mant.) au.“ 
«Spiergu ift git bemerken, bafs fiel) biefe dlrt norherrfeßenb nur in ben unteren ©d)id)ten non 
Üreibiß norfinbet, au§ benen aber gerabe bie öffentlichen Sammlungen, inof)l bitrcf) ben 
(Sammler ©rot)mann, eine dlngaf)! ©tiide erhalten f)aben. $m eigentlichen @ntfd)er non 
ßreibiß ift In. latus ziemlich feiten. dlu§ ben @reiizfd)id)ten non 458 ra liegen brei unb 
non 480 m §öhc liegt nur ein ©tücf nor. 

ßfn beit Doitmergeln non 4^cal5fcf)fe ift bie dlrt, tnie icf) mief) im iUIineralogifchen ÜRufeum 
31t DreSben unb an ber geoIogifcf)eu Sanbcsanftalt 51t Seipgig überzeugen formte, häufig 
unb auef) in ben dltergeln non ©roß=fftadrniß bei Söincitberg feine feltcne ©rfdjeinung. 
23cibe fynnbfteffen firtb al§ gleichaltrig mit ben unterften ©d)icf)ten non ßreibiß augufehen 
unb entfprechen ber ©cap.fjitengone. 

Die non ißetrafdfed weiterhin a(§ fraglich angeglieberte f dharf gerippte latus=$orm ift 
In. Kleini Müll., mie au anbercr ©teile au§gcfül)rt ift. 

(Atina§ abrncid)enb aubgebilbet fiub bie ebenfalls au§ bem tieferen ^porigont ftammenbcu 
©jemplare s Jir. 23, 28 unb 29 an ber geologifdjen 9Ieid)Sanftalt 2Sien, foroie dir. 13 im 
9Jlineralogifc£)en dRufeum 31t Dre§bcit. Sen ©teinfernen fehlen bie für In. latus 
djarafteriftifchen regelmäßigen 3lnmad)Sftreifen unb groben galten; an ihnen fann man 
nur ftumpfe Stippen inahrnehmen, ber Flügel ift gleich mie bei In. latus nicht abg'efeßt. 
©ie fcheiueu einen llebergang 311 In. Kleini Müll. 31t bilben, 31t rneldjer dlrt inSbefonbere 
baS ©tiid dir. 28 hinneigt. 


Knoceravnus Cuvieri Sow. 


1834—40 Inoceranius Cuvieri Sow 
1863 


1877 

1897 

1900 


Tafel II Figur 2. 


Fundort: 

a] Nassendorf, Länge 6 cm, 

b] Hochwald, „ 19 „ 


Goldfuss, Petrefacta Germaniae II, S. 114, Taf'. 111 Fig. 1. 
Strombeck, Ueber die Kreide am Zeltberg bei Lüneburg. Zeitschr. 
d. deutschen geol. Gesellschaft, S. 124. 

„ Schlüter, Kreide -Bivalven. Zur Gattung Inoceramus. Palaeonto- 
graphica XXIV, S. 18. 

., Fritsch, Die Chlomeker Schichten. Archiv Böhm, B. X, S. 67. 

„ Sturm, Der Sandstein von Kieslingswalde. Jahrb. d. kgl. preuß. 

geol. L.-A., Taf. 10 Fig. 1. 

Maße: 1 ] 

Höhe 6 cm, Dicke 2 cm, Sammlung Kogler, Taf. II Fig. 2. 

„ 17 „ „ ? [soweit das Bruchstück meßbar] meine Sammlung. 


Der trjpifcfje Inoceramus Cuvieri Sow., mie er in ber norbbeutfd)eit treibe auftritt 
unb non ©olbfuß, Petr. Germ. II, Daß 111 gig. 1 ungefähr bargeftellt rairb, ift fg er 
Ziemlich feiten, ©efunben h<*t er fid) bi§ jeßt nur in ben öuargitblöden bei dtaffem 
borf, unb zroar enthält bie itöglerfdje ©ammlung non bort eine noltftänbige rechte plappe 
(STaf. II gig. 2) nnb einige SSrudjftüde. dtach SSergleid) mit ©reinplaren nont nörblicßen 
Ijoargraube unb non ißaberborn an ber Uninerfität d3re§lait unb geologifdfen öanbe§anftalt 
Berlin fönnen bie uorliegenbeit ©tiide non jenen nicht getrennt inerben, dlüd) ba§ non 
mir gefummelte 93rnd)ftüd nom hpd)tnalb gleicht unllftänbig großen ©pemplaren non 
ißaberborn. SkfonberS ftimmen bie ©tüde in ber Berippung gut überein, zmifeßen gtnei 
fräftigen dtippen finben fid) immer 2 — 3 fdjroädjere. Da§ abgebilbete Gßremptar geigt and) 
ba§ für bie dlrt in höherem dllter d)arafteriftifd)e Dideuinad)§tum, b. i. ein 2Beiterrnad)fen 
ungefähr fenfredjt zur früheren ©dfalenrnötbung. dlud) ben non ©olbfitß, ©trombed unb 
©djlüter gegebenen Darstellungen entfprechen meine ©rentplare im allgemeinen. Die non 
gritfd), ©hlotnefer ©djid)ten, 31t biefer dlrt geteilten ©tüde non ber Station Dannenberg 
gehören nicht f)i er h er < fonbern, fotueit id) fie am dlöhmifcßen öanbeSnutfeum befiißtigen unb 
beftimmen fonnte, 31t In. Kleini Müller unb 31t In. Weisei n. sp. Da§ non ©türm, 
Daß 10 gig. 1 non ^'ie§ling§malbe bargcftellte ©tüd gehört ber neuen dlrt In. Sturmi 
au. dlud) ba§ ma§ ©einiß non ©treßlen ©Ibtßalgebirge II Daf. 13 gig. 6 — 8 als> In. 
Cuvieri abbilbet, rnirb faum hierher 311 ftellen fein, fonbern rnoßl nietmehr 31t In. latus 
Sow. (uergl. ©eite 43). Die Originale finb gebrüdt unb laffen eine eimnaubfreie 
dleftimmung nicht 311. 

Die in ber böbmifdjcn treibe au§ ben if3 riefen er unb nod) tieferen ©dfidjten 31t 
I11. Cuvieri geftellten Gßcetnplare finb meift feßr platt gebrüdt, an beiten einer ber £)aupt= 


*) dllle dKaße in oorfteßenber Strbeit finb bei ßorijontaier Sage be§ ©cßloßranbe§ genommen. 


— 44 [12] — 


cßaraftere, ba§ 2 )idenwacߧtum, uid)t nadjgemiefeit werben faiut. 9Jlau wirb gut tun, alte 
biefe ©tiide bi§ 51 t einer ©efamfbearbeituug ber bößmifdfen formen nur al§ fraglicß 
31 t biefer 3Irt 31 t [teilen, indbefoubere [ie 3 itr §origontieruug nießt 31 t betrügen. 3öaßr= 
fcßciitlid) wirb ein großer Seil al§ In. latus angefproeßen werben nti'tffen. Ser non 
fyritfcf), TTeplißer ©d)icl)teu, 3lrcßio SBößm.VII $ig. 74 bargeftellte In. Cuvieri gehört meber 
31 t In. Cuvieri muß 31 t In. latus. Sind) in meiner ©ammlung befiubet [id) ein folcßel» 
©jentplar mit feßarfen Stippen, äßnlicß beiten wie bei In. Kleini. 93on Oppeln in 
Oberfdjlefien liegen mir ebenfalls au§ ber llnioer[ität§fammluug 31 t 33re§Iait äßnlicße 
©tiide xwr. 

Sie 2lrt gilt als leitenb für bie ©unierigoue in iftorbbeutfcßlanb unb and) im nor= 
fteßenbcu ©ebict fcßeiitt [ie biefen tporigout an 3 ubeuten. 


Ifnoceramus Cuvieri var. planus ffiünster (Clbert). 

Taf. I Fig. 2 und 5; Taf. 7 Fig. 8. 

1834 — 40 Inoceramus planus Münster; Goldfuß, Petref. Gernianiae, Taf. 113 Fig. lb. 

1871 — 75 „ Cripsi Mantell; Geinitz, Elbthalgebirge II, Palaeontographica XX, Taf. 13 Fig. 14, 1 5 [?]. 

1901 ., Cuvieri var. planus Miinst. ; Elbert, Das untere Angoumien in den Osningbergketten 

des Teutob. Waldes. Verh. d. naturh. Ver. d. preuß. Rheinlande 38, S. 112. 
1903 „ .. .. planus Münst. ; Petrascheck, Ueber Inoceramen aus der Kreide Böhmens 

und Sachsens. Jahrb. d. k. k. geol. R.-A. Wien Bd. 53, Heft 1, S. 163. 

ißetrafcßed folgenb Ejabe and) id) einige ©pemplare 31 t biefer mm ©Ibcrt aufgeftetlten 
Varietät geftellt. $ebccß ift mir itid)t möglid) 31 t unterfueßen, ob bie ^Benennung „planus“ 
iEjre 93erecßtigung t)at. ®ie 9Ibbilbung bei ©olbfuß 5£af. 113 $ig. lb gilt einem 3 iemlid) 
großen ©jemplar. $m Original liegt e§ mir nießt rwr unb fann be§ßalb 31 t einem genauen 
33ergleicß uid)t l)erangc 3 ogeu werben. ®ie ^reibißer ©tiide fiitb bi§ auf wenige feßr unnolC 
ftänbig erhalten. ®a§ auf Stuf. 1 $ig. 2 unb S£af. 7 §ig. 8 bargeftellte geigt beit ©ltoieri 
cßarafter feßr gut. ®ie norerft gleicßmäßig gewölbte ©d)ale biegt im ßößereu Filter 31011 
®idenmacßstum um mit unregelmäßigen gröberen Stippen. ®ie regelmäßigen, giemlirf) 
engen Stippen bc§ $ugenbftabium§ unterfeßeiben bie Varietät gut mm bem eigentlichen 
In. Cuvieri, beffen Stippen and) in ber fjugenb unregelmäßig waeßfen. ®a§ norgenannte 
©tiid ift gang befonberS feßarf gerippt. SSeniger feßarf, aber ebenfo regelmäßig fiitb bie 
Stippen in bem auf Saf. 1 f}ig. 5 bargeftcllteu ©remplare, ba§ gegen ben ipinterranb 
abgebroeßen ift. ,£>ier gemaßrt man gleicßgeitig audß feinere 2 Inmacߧftreifen auf beit 
gröberen Stippen. Sind) fylitgel unb 33anbgruben fiitb an biefent ©tiid gut fießtbar, wa§ 
aber woßl nur babureß ermöglicht ift, baß e§ gegen ben 33orberranb ßiit ftarf nerbriidt ift. 
fjm normalen guftanbe feßeint ber Flügel woßl feßr fleiit 311 fein, oiellcicßt befteßt er nur 
in ber ftarfen ©inbiegung ber ©cßale naeß innen, bie am abgebilbeten ©remplare breit 
gebriidt ift. ^nfolgebeffen ift er and) bei allen anberen norliegenben ©tüden nießt fießtbar, 
unb and) 8 ßetrafd)ed glaubt, baß ein Flügel nollftänbig feßle. 

®ie beibeu iit ber ülbbilbung wiebergegebenen ©teinferne flammen ait§ Ouargitblöden 
0011 9taffenborf, au§ beiten and) bie oorfteßenb ald In. Cuvieri Sow. befeßriebenen ßer= 
rüßren. .Qmei weitere liegen ebenfalls noeß mm bort nor. ferner ßabc icß einige itnnolC 
ftänbige ©remplare im ßreibißtal unterm s f3idelftein in 445 unb 458 111 ipößc gefammclt. 
©ie befinbeu fid) gufammen mit In. Kleini M. in ©d)id)ten, bie mm mir al§ ©rengßorigont 
3 wifcßeit ©unierigone unb ©mfeßer angefeßen werben. ®a§ non ©eiiiit), ©Ibtßalgebirge II, 
2af. 13 fyig. 14 al§ ln. Cripsi Mantell bargeftellte ©tiid geßört aueß ßierßer unb 
entflammt woßl obigem fyuitbort unterm tßidelftcin. 31m Original ift bie $lügelbilbung 
feßr gering unb iüelleid)t aueß nur auf SSerbrüdung gurüdgufüßren. $£af. 13 §ig. 15 ift 
woßl ebenfalls nid)t§ anbere§. ©§ geigt auf bem 9tüden unb am fjlitgelanfaß 33rucßlinien, 
burd) bie e§ nollftänbig nerunftaltet worben ift. ©Ibert (n. ©. 111 ) nereinigt ba§ ©tiid 
mit ln. inaequivalvis Schlüter, ©in weiteres ©remplar im Sdlineralogifcßen ÜDtufeum git 
©)re§beit (9tr. 15 bafelbft begeießnet), naeß bem Material non bemfelben gämbort, ift and) 
nur biefe 2Irt. Seiber ift e§, wie bie weiften ber au§ biefem SDlergcl norliegenben ©titde, 
au ber ©renge ber uad) innen gerießteten Umbiegung be§ ©cßalenwacßStumS abgebroeßen. 

9In ber geologifcßeit Sanbefunftalt gu 33er liit befinbeu fid) ©pemplare au§ beni ©unieri= 
pläner non ©alber im 33raunfcßweigiftßen unb non Siebenburg bei ©o§tar, bie mit bem 
©pemplar Saf. 1 fyig. 5, fowie au§ beut 33aßneinfcßuitt öftlicß non 33urgborf bei 33örßum 
unb nom SSinbmüßlenberge bei ©alggitter (©unieripläner), bie mit bem ©remplar 2 af. 1 
fyig. 2 gut übereinftimmen. 


- 45 1 13] 


Inoeeramus Cuvieri var. cripsloides Clbert. 

1901 Inoeeramus Cuvieri var. cripsioides Elbert, Das untere Angoumien in den Osningbergketten des Teuto- 
burger Waldes. Verb. d. naturh.Ver. d. preuß. Rheinlande 38, S. 111. 
1903 „ „ ,, Petrascheck, Ueber Inocei’amen aus der Kreide Böhmens und 

Sachsens. Jahrb. d. k. k. geol. R.-A. Bd. 53, Heft 1, S. 163. 

gm allgemeinen f)crrfd]t über biefe Varietät nod) wenig SHarfjeit. S3ei meiner 
91nmefeul)eit an ber gcologifdjen ÖanbcSanftalt §n Berlin fah id) bei tperrn ^ßrofeffor 
©r. 93oef)m ba§ Originalftiid non ©Ibert. ©ine SIbbilbung mürbe fefjr nötig fein, benn 
bic formen, auf bie fid) ©Ibert begicf)t, müffen §u anbereu Wirten geftellt werben, fo 
©Ibt|algebirge II, ©af. 13 gig. 12 51 t In. hercynicus Petrascheck 1 ) (In. Cripsi Mant. nad) 
g. 93cef)ni?) unb gig. 13 31 t ln. crassus Petrascheck 2 ). 

9lud) Sßetrafdgccf 3 ) fcf)cint nid)t ba§ rcd)te getroffen 31 t haben, benn ba§ ©pemplar 
au§ bem Qnabermergel unter beut 'pcfelftcin bei ßreibit) (9er. 1 in ber Sammlung ber 
geologifcfjen 9Md)§auftalt Söien) unb nod) ein anberefj (91r. 21 ), ba§ omt i()m ebenfalls 
fo begeidiuet worben ift, fowie ba§ oon ifpu erwähnte ©gemplar im SJhtfeum 311 ißrag 
finb wofjl nur gebrüdte ober fonftwie mangelhafte Stüde oon In. crassus Petr. 31ucf) 
mir liegt nur ein unoollfommeneS Stiid anS bem Stciubntd) aut Sübljang be§ .fpodpoalbeS 
oor, ba§ weniger 31 t ben anberett oorliegeuben gönnen pafft, aber foweit id) ba§ Original 
oon ©Ibert nod) frifd) im ©ebäd)tni§ l)abe, gut 31 t biefern. ©er glitgel ift feljr felg mal 
unb auf bem Steinlern abgef||t. ®ie Siippen ftelpen nicht allguweit oon einartber, 
fd)eiueit siemlid) marlant 3 U fein nnb bilben einen nad) hinten oerlättgerien Sogen. Sie 
biegen, wie and) am Original oon ©Ibert, hinten etwas edig um. 93ieitt Steinlern befiel 
eine ^)öf)e oon 6 cm. 


Knoceramus crassus IPetrascbeck. 

Tafel III Fig. 4; Taf. 6 Fig. 1 und 2. 


1871 — 75 Inoeeramus Cripsi Mantell; Geinitz, Elbtalgebirge II, Palaeontographica XX, Taf. 13 Fig. 13. 
1903 ,. crassus Petrascheck, Ueber Inoceramen aus der Kreide Böhmens und Sachsens. 



Jahrb. 

d. k. k. geol. R.-A., 

Bd. 53, 

Heft 1, 

S. 164, Taf. 8 Fig. 4a-c. 



M a ß e : 4 1 






Winkel von 

Winkel von 





Fundo r t : 

Schloßrand : Vorderrand 

Schloßrand : Achse 

Länge 

Höhe 

Dicke 

a] Dachsloch 

95° 

40° 

14 cm 

10 cm 

6 cm Sammlung Weise Taf. III 






Fig. 4, Taf. VI Fig. 2. 

h] 

115° 

40° 

16 

10 .. 

8 

„ Samml. Weise Taf. VIF. 1. 

c] 

110° 

40° 

16 ., 

10 .. 

7 

„ Humboldtver. Ebersbach. 

dj 

110° 

45° 

11 .. 

8 ,. 

4 

..[?] Sammlung Weise. 

e] 

95° 

50° 

12 „ 

10 .. 

5 

,,[?] Humboldtver. Ebersbach. 

f] 

100° 

55« 

9 „ 

5 „ 

4,5 

.. Sammlung Weise. 

g] 

105° 

40« 

7 „ 

5 ., 

2 

„ Sammlung Weise. 

h] oberste Schlucht 
unt. Pickelstein 

950 

40° 

12 ,. 

? 

2 

geol. R.-A. Wien No. 1. 

i] Kreibitz, lichtgr. 

Mergel 100 « 

40° 

6 „ 

4 cm 

2 

1 Miner.Mus Dresden No. 17 
Orig.Elbth.il T. 13 F. 13 


91n Ipanb oon Steinlernen in ber Sammlung ber beutfd)en llniocrfitat s $rag auS 
bem feilt nicht mehr aufläffigen Steiubntd) im ®ad)Slod) bei gnno 3 en 3 iborf (SBaritSborf i. 93.) 
hat fpetrafdjed biefe 9lrt aufgcftcllt. 9Iud) ber größte ©eil ber mir oorliegeuben Stüde, 
bie feiner 3 eit oon 9tug. Söeife gefammelt. worben finb, entflammt biefem Orte. ®aS oon 
)f3etrafd)ecf ©af. 8 gig. 4 a — c bargeftelltc Original ift nicht oollftänbig erhalten. 2öie 
gig. 4 h geigt, ift ber Sd)lof)ranb halb hinter bem SBirbel abgebrochen. 8 ßetrafcf)ed fagt 
hierüber: „©in glitgel fehlt oöllig. 91m ©chlofsrattbe ift bie Schale aufjerorbentlicf) bid. 
®ic gttrd)c, bie biefer am Steinlern bjinterlaffert h a t oerbreitert fid) 0011 t Söirbel nad) 
hinten." ©emgegenitber lartn id) feftftellen, baf), wie bie 91bbilbuug gig. 4 auf ©af. 3 
3 cigt, ein fd)maler glitgel oor|anben ift, jebocl) finbet er fid) nur an oier ber mir oor= 
liegenben ©jemplare, gewöhnlich ift er au ber 91nfat)ftelle fd)arf abgebrochen, ©ort fdjeint 
bie Sd)ale fcf)r bünn gewefett 31 t fein, wcif)renb fie, wie and) fptrafched berichtet, am 
Sd)(of)ranbe aufjerorbentlid) bid war. ©iefc Eingabe ftütjt fid) aber nur auf Steinlerne. 
93orberfeite unb oberer Sdfloffranb bilben im allgemeinen etwas mehr wie einen red)ten 


J ) ^eh'afdjecf, 1. c. <3. 157. 

2 ) ©erf., 1. c. ©. 164. 

3 ) ©erf., 1. c. ©. 163. 


4 ) 9U§ 2td)fe ift eine 0011 t Söirbel ab über bie 
t)öd)fte ©chalenmölbung gegen ben llnterranb 
oerlaufenbe Pinie angenommen. 


- 46 [14] - 


Vßinfel, jcbocß fönneu Bei beut unregelmäßigen 2Bacß?tum ber 2lrt and) formen oor 
fontmen, bie meniger al? einen red)teu aufroeifen. Die Vorberfeite be? Originale? non 
ißetrafdjed, ba§ befüßtigt werben fonute, fcfjeint nießt gang normal, fonbern platt gebrücft 
gu fein, $n ber SBölBung geigt bie 2lrt Bebeutenbe Variationen, teil? finb bie (Steinferne 
non mäßiger SSölBung (Daß 3 fyig. 4, Daß 6 <yig. 2), teil? aber and) feßr ßod) gewölbt 
(Daß 6 §ig. 1 nnb ißetrafcßccf Daß 8 fßig. 4). Daß 6 $ig. 1 gibt ein ©rcmplar oom Unter = 
raube gefeßen, um bie £>öße ber Scßalcutnölbung gum 2ltt?brucE gu bringen. (Sinige (Stiide 
geigen and) eine Verlängerung ber Scßale nad) oom, jebod) läßt fid) nießt mit Sicßcrßeit 
feftftellen, ob biefe Gcrfcßeinung nidßt etroa bloß bie $o!ge oon Verbritcfungen ift. 

fyiir bie ©ßarafterifierung ber 21 rt fei noeß ßingugefiigt: Die Vlufeßel ift gleicßflappig 
nnb biegt im ßößeren 2llter gum Dicfenroarß?titm um. Oer Vorberranb ift gerabe ober 
feßro ad) fonoer, ber Uutcrranb ebenfall? ßßroaeß fottoej, ber ^interranb gießt in flacßcm 
Vogen roeit gegen ben Vöirbel ßtn, ber Scßloßrattb ift gerabe, Vanbgrnben finb nießt 
roaßrneßmbar. Die über bie Oberftäcße gießenben Stippen finb ftarf nad) ßiuteu au?gegogeu; 
eng, regelmäßig nnb gut ait?geprägt in ber ifjfugeub, fteßen fie im ßößeren 2IIter entfernter 
nnb unregelmäßig nnb bilben fid) ßäufig gu fcßarfeit dämmen au?. 

2Bie feßon ^ßetrafdßecf J ) bemerft, ift bie 2Irt bereit? oon ©eiuiß, ©Ibtßalgebirge II, 
Daf. 13 §ig. 13 al? In. Cripsi Mantel! abgebilbet worben. Da? weiter oon s 4Setrafcßccf 
gu In. Cuvieri var. cripsioides Elbert * 2 ) gegogene Gßrentplar ber geologifcßen 9teicß?anftalt 
SSiett oom ißicfelftein (h oorfteßenber 3 lt fawmenfteünng) ift nur ein breit gebrüefter In. 
erassus. Steinferne befinben fid) in ber SBeifefcßen, |>umbolbtoerein?=, Möglerfdjett nnb 
meiner Sammlung, foroie einer oon „Ifreibiß" im Vhtfeum für üftaturfunbe gu Verlin. 
Die Veften finb in ber SSeifefcßen Sammlung oorßanben. Sind) bie beutfeße Uuioerfität 
gu ißrag befiß't einige Stücfe oom Dacß?lodß, bie mir bei ber Vearbeitung mit oorlageu. 

©efunbett ift bie • 2Irt morbeit am ÜJtorbßange be? ßreibißtale? in 390 m §öße 
(2ifcßfe=9Iieberfreibiß), in 458 m (meine Sammlung) nnb 480 m -fpöße (Vöeife, meine 
Sammlung), in 490 m §öße an ber ©ifenbaßnftation ©cßönfelb=0berfreibiß (Söeife), fobann 
bei Vaffenborf in 410 m (Bögler), an ber Station Dannenberg in 540 m (VSeife), befonber? 
feßön aber im Dacß?locß in 520 m £)öße (Sßeife, ^umbolbtoerein, beutfeße lluioerfität ißrag) 
uub fd)ließlid) am Dreiecfer oor ber ßaitfcße (meine Sammlung). 2Iußerßalb be? ©ebiete? 
ßat fie |ferr ißrofeffor Scupin im ©mfeßer oon Veiuoartßau bei ßöroettberg gefammelt. 

Da? Criginal gu In. undabundas Meek und Hayden bei Sturm, ber Sanbftein oon 
ßie?;Kng?toalbe Daf. 10 gig. 4, an ber lluioerfität Vre?lait geßört oielleidft and) biefer 
2lrt an. @? ift ein Vrutßftücf uub läßt fid) nießt einroattbfrei mit ber anterifauifeßen 2lrt 
ibentifigiereu. ©in anbere? bafelbft gu In. undabundus gefteflte? Stücf oon ^ie?ling?= 
roalbe muß al? bie flehte klappe oon In. involutus Sow. augefproeßen werben. 


Inoceramus ßleisei n. $p. 

Tafel IV Fig. 2, 3; Tafel 6 Fig. 3. 

Maße : 

Winkel von Winkel von 

Fundort: Schloßrand : Vorderrand Schloßrand : Achse Länge Höhe Dicke [einelvlappe] 


a 

Dachsloch 

125° 

80" 

10 

cm 1 1 

cm 4 cm 

Sammlg. Humb.-V. Ebersb. 

b 

,, 

130° 

60° 

14 

., 10 

„ 5,5 

Weise, Taf. IV F. 2 

e 

gr. Friedrichsbg. Neuh iitte 

140° 

65° 

13 

„ 9 

„ 4,5 „ 

„ T.1VF.3.T.VIF.3 

d 

Dachsloch 

125° 

65° 

11 

„ 9,5 

„ 4,5 „ 

., „ 

e 


135° 

70° 

9 

,, 9,5 

„ 4,5 ,. 

„ Humboldtverein 

f 


125° 

70° 

8 

„ 6,5 

» 3,5 

„ Weise. 

g! 

140° 

80° 

13 

„ 11,5 

„ 6 ,. 

„ Kogler. 

hl Nassendorf 

130° 

70° 

9 

,. 9 

„ 6 „ 

„ „ 

il 


120° 

65° 

4,5 

„ 4,5 

, 1,5 „ 


k] Dachsloch 

135» 

65° 

16 

,. 13 

„ 8 ., 

Mineral. -Museum Dresden. 


Diefe 2lrt ift befonber? bureß beit fdßnangenartig oerlängerten Vorberranb cßarafterifiert, 
ber fid) and), aber in roeit geringerem ÜÜtaße, bei ber auf Daß 8 fßig. 5 abgebilbeten 
abnormen fßorm be? ln. Lusatiae n. sp. oorfinbet. Die fonftige 2lu?bilbuttg unter* 
feßeibet beibe aber gut genüge. ÜRan roirb bie oorfteßenbe 2lrt al? eine abnorme fßorrn 
be? In. Cuvieri Sow. anfeßen müffen, nnb groar al? In. Cuvieri var. planus Münst., 


») l. c. ©. 164. 

2 ) 1. c. 163. 


- 47 [15] - 


wie ißn Saf. 1 $ig. 2 geigt, bcffen 93orberranb aber bie erroäßnte merfroürbige Stieß tung 
nad) oorn einnimmt, jo baß an einigen ©jemplarert , mie Saf. 4 gig. 3, bie 93orbcrßälfte 
bie hintere an ©röße fogar übertrifft. 

Sie SJiufcßel ift, foraeit e§ fiel) bei bereit unregelmäßigem Söadjstum feftftelten läßt, 
uugcfäßr gleicßflappig. ßänge, 4?öße unb Side beiber Mappen finb etroa gteief), an einigen 
©jemplaren überroiegt bie eine, an einigen bie anbere ober and) bie brittc 5Iu§beßnung. 
Ser üßorberranb ift fefjarf abgefeßnitten unb oerläuft, mie bie§ $ig. 2 auf Saf. 4 geigt, in 
langer g er ab er ßinie naeß uorn. Sind) in $ig. 3 berf eiben Safe! gehört alle§, ma§ oom 
SCßirbet nad) abtoärt§ gur Sarftellung gelangt ift, biefent Seile be§ 93orberraube§ an. @r 
biegt an ber uorberen ßante feßarf um, nerläuft und) eine furge ©trede feßräg nad) unten 
unb geßt bann in beit f d) in ad) gebogenen, faft ßorigontalen Unterranb über, ber fid) ginn 
.fmtterraitbe allmählich auf= unb feßließließ feßarf umbiegt. ßeßterer feßeint ungefäßr fcnP 
reeßt ginn ©eßloßranbe aufgufteigen, ift aber an allen oorliegenben ©tücfen nur mangelßaft 
erßalten. Ser ©dfloßranb ift gerabe unb fitrg. Ser SBinfel ©cßloßranb : SSorberranb 
beträgt ca. 135 °, ber Slcßfenminfel etma 70 °. Sie ©teinferne finb ftarf auf gebläßt, bie 
ßöcßfte ©cßalenroölbung liegt ungefäßr in ber SJtitte ober etma§ nad) ßinten. Ser glatte 
gTitgcl ift f lein , feßarf abgefeßt unb nirgeub§ nollftänbig erßalten. @r gleicht in feiner 
Sludbilbitng bent bc§ In. crassus Petr. Sie äüirbel liegen ungefäßr in ber SJtitte, finb 
fpiß, nad) nont gerichtet unb beritßren fid) gegenfeitig, mie au§ Saf. 4 $ig. 3 gut erficßtlicß ift. 

Sie Dberfläcße ift äßnlicß mie bei Tn. Cuvieri var. planus (Saf. 1 ^ig. 2) geftaltet. 
$nt fjugenbftabium bitbet bie Slhtfcßel regelmäßige, giemlicß enge fongentrifeße Stippen, 
mir roollen biefeu Seil „©piegel" nennen, bis in einem geroiffen 2Bacߧtum§ftabium fid) 
bie ©cßale nad) innen git bem eßarafteriftifeßen Sidenunnßstum be§ In. Cuvieri Sow. 
menbet unb nun unregelmäßige, teils feßr grobe galten unb Stippen bilbet, bi§ fie fid) 
furg oor bem Unterranbe nod) einmal recßtroinflig menbet uub feßließließ in einen fcßnrfen 
Mel enbet, ber roaßrfcßeinlicß ber großen ÜRufcßel bei ßebgeiten al§ guter ©tüßpunft im 
©aube gebient ßat (oergl. Saf. 8 §ig. 3). Ser ©piegel be§ ^ngenbftabiumS ift bei beit 
eiugelnen ©jentplareit feßr oerfeßieben groß, gmei Gcjtreme ftellen ßieriu nufere beibeu 
Slbbilbuitgen Saf. 4 $ig. 2 unb 3 bar. 

SBie feßon ermäßnt, fteßt nuferer Slrt In. Cuvieri var. planus Münst. am näcßften, 
ber ltnterfeßieb befteßt nur in ber SluSbilbuitg be§ 33orberranbeS unb ber babureß and) 
bebingten oerfeßiebenartigen Stellung ber SSirbel. 

In. Weisei finbet fid) oorgüglicß gufammen mit ber aubereu ftarf aufgebläßten 
fyorm be§ ©ebieteS, bem Ln. crassus Petr., im SacßSlod). 93eibc unterfeßeiben fiel) babureß, 
baß leßtere 91 rt uaeß ßinten unb erftere naeß oorn oerlängert ift. Slitßerbent liegt bie 91rt 
rtocß nont ©übßang be§ großen $riebricߧberge§ bei Steußütte unb non Staffeuborf nor, non 
leßterem fünfte gufammen mit In. Cuvieri var. planus. Slußerbent befinbet ficß ein 
©teinfern an ber geologifdjen ßanbedanftalt ßeipgig nom Storbßange be§ ipod)iualbe§, ber 
auch' nur biefer Slrt angeßören bitrfte. ©tßließlicß fanb icß aitcß im 93ößntifcßen ßanbei§= 
mufeum git ißrag non ber ©tation Saunenberg ein ßierßer gu ftelfenbeS ©jemplar nor. 
©in feßr fd)öne§ ©tüd ift ba§ unter 1c norfteßenb aufgefüßrte im groinger git SreSben, 
ba§ f. 3t. ooit iperrn SBcife gefeßenft morbett ift. Sind) bie beutfeße Uninerfität gu s ißrag 
befißt brei ©pemptare nont SacßSlocß unb eins non ber ©tation Sannenberg. 

Sie 9Crt ift nur in früheren $aßren gefitttben morbeii uub b’efiubct fid) befonberd 
feßört in ber ©ammlung non SSeife. Siefent emfigen ©antmler gu ©ßren, bureß beffeit 
ltnermüblicßcn ©ammlung§= unb gorfd)ung§eifer nie! mertnolleS SJtaterial ber Stacßroelt 
erßalten geblieben ift, habe id) bie 9lrt benannt. 

ln. Weisei ift mir aus einem aubereu ©ebiete nitßt befannt. 


Unoceramus IKIeini G. SlüSSer. 

Tafel I Fig. 7 : Tafel II Fig. 3, 6, 7, 8. 

1887 Inoceramus Kleini G. Müller, Beitrag zur Kenntnis der oberen Kreide am nördlichen Harzrande. 

Jahrb. der kgl. preuß. geol. L.-A., S. 415, Tafel 18 Fig. la und b. 
1903 „ latus Sow. z. T. Petrascheck, Ueber Inoceramen aus der Kreide Böhmens und Sachsens. 

Jahrb. d. k. k. geol. R.-A., Bd. 53 Heft 1, S. 165. 

93 on biefer erftmalig in bem ©ebict feftgeftcllten Slrt liegen ca. 70 meift meßr ober 
meniger oerbritdte ©pentplare oor. ©ie entflammen SPcrgeln, ©anbfteineit unb feften 
Quargitbänfen, bereit oerftßiebenartiger ©ßarafter ben @rßaltung§guftanb ber ^offilien teils 

- 48 [16] — 


feßr ungiinftig beeinflußt bat, roobiircf) bie ©eftintmung fefjr erfefjinert rairb. Smtr roetttg 


©remplare befinben fid) in 
unb flftaße folgen mögen. 

Winkel 

F undort: Schloßrand : Von 

a] Stat. Tannenberg 1 10° 

bl Kreibitz-Pickelstein 458 m 1 IO 11 
cl .. bez. [Pickels. 450 m?] 110° 

d] Pickelstein 458 „ 115° 

e] „ 450 llO» 

f] * „ 450 „ 100° 

g] .. bez. 100° 

h] Dachsloch 115° 

i] nördl. a. Kl Ahrenbg. 410m 95° 

k] 410 100° 

l] ., „ ,, .. 410 95° 

m] ,, „ „ ,. 410 „ 95° 

n] Juliushöhe 100° 

o] „ 1 10° 

p] westl. Stat. Kreib.-Teichst 1 20° 

q] Dachsloch 115 a ' 


annebmbar normalem ©uftaube, non 


Maße: 
Winkel von 


Schloßrand : Achse 

Länge 

Höhe 

65° 

34 in 111 

36 mm 

■? 

21 „ 

28 „ 

750 

20 „ 

24 

65° 

30 „ 

40 .. 

65° 

17 „ 

22 

55° 

22 „ 

31 

70° 

35 

46 ,, 

80° 

? 

112 „ - 

50° 

20 „ 

25 „ 

60° 

24 .. 

32 .. 

50° 

18 

21 „ 

60° 

16 „ 

18 „ 

50° 

15 

16 .. 

65 u 

20 .. 

24 

J) 

80° 

27 ,. 

32 ,. 

75° 

37 .. 

42 „ 


benen Ijier einige SBtnfel 


Sammlung Kogler, Taf.II Fig. 6 
meine Sammlung. 

Mus. Dresden [das. m. „8“ bez.] 
meine Sammlung, T. II Fig. 7 

Mus. Dresden [das. m. „10“ bez.] 
Sammlung Weise, 
meine Sammlung. 

T. II Fig. 3 


Taf.II Fig. 8 
Sammlung W eise, Taf. I Fig. 7. 


Seßr auffatlenb ift bie geringe ©röße ber @tüd'e gegenüber benen oont Sößof bei 
Oatebliuburg, jeboef) fteßt bad unter h oom ©acßdlocß aufgefüßrte, biefer gunbftätte 
befonberd großer gnoceramen, jenen an ©röße nießt naeß. ©udß finb bie Heineren ©jemplare 
non Hreibiß im ©urcßfcßnitt enger gerippt, ald bie größeren oom Sößof, fo baß für bie 
Heinere. ©udbilbung moßl nur befeßrärtftere Sebendbebiugungeu anguneßmeu finb. 

3um ©ergleicß lagen groei ©jemplare ber geolcgifcßen Sanbedanftalt ©erlitt aud ber 
non ^acnleinfcßen Sammlung nom Sößof bei Oatebliuburg nor. ©inige meiner beften 
Stüde ßabe idi fobann noeß mit bem reießen SKaterial an ber ©uftalt felbft nerglicßen. 
gcß ßege feinen .Qroeifel an ber Heber einftimmung, unb aueß §err fßrofeffor ©r. ©oeßnt, 
Huftod ber ©uftalt, bem icß fic norfegte, ftimmte mir 31t. 2Sad ben Flügel betrifft, fo 
fdjeint er an ben ©pemplaren nom Sößof nur unnoffftänbig erßaften 311 fein, ©d finb 
affed boppcIHappige Steinferne, an benen bie äußeren feßtoaeßen glügelpartien meßr ober 
rneniger abgebroeßen finb. 

©ad cßarafteriftifcßfte ber uorfiegenben Stüde befinbet fid) in ber Sammlung bed 
iperrit Högler (©af. 2 gig. 6, a ber oorfteßenben ©abeile), ©eibe Hfappen liegen itebem 
einanber auf bem ©eftein audgebreitet, bie reeßte ift an ber glügelanfaßftelle 3erbrocßen, 
fo baß, roie bie liufe §cigt, in SBirHicßfeit ber gliigcl nießt fo feßarf abfeßt, ald bied bie 
©bbilbung in ber reeßten HIappe miebergibt. ©ie Flügel beiber Hfappen finb 3iemficß 
groß unb erinnern an In. Frechi Flegel. 

©af. 2 gig. 7 ftellt eined ber wenigen weit gerippten ©remplare bar. 

©on bem ©faterial bed ©Hueralogifeßen ©Htfeuntd 31t ©redben geßören 31t ber ©rt 
bie bafefbft mit 3, 10 unb 11 be3eid)neteu Stüde. 2 geßört aueß ßiergit, biirfte aber naeß 
bem ©efteindmaterial roaßrfcßeinlicß non Hiedlingdroalbe ftammen, fo baß biefe ©rt aueß 
bort feftgeftelft märe, ©ließ au ber geofogifeßen ©eicßdauftalt SBien befinbeit fid) ©jemplare, 
bie ßier3it 3U ftellen finb, unb 3iuar bie mit 2, 3 unb 24 bejeicßtieten. 9H\ 28 trau bnrt, 
and einem ©tergel, ber für bie unteren Scßid)ten dßar af teriftif cf) ift, fönnte oielleüßt and) 
ßierßer geßören, enent. 31t In. latus Sow. (f. b.). ©Id I11. Kleini mürbe ed bad einzige 
mir befannte Stiid and fo tiefen Scßid)ten fein. ®ic ©egugnaßme auf einsefne ©jentpiare 
an öffentfießen ©nftaften ift für bie Scßifberung felbft non geringem Söert, boeß ßafte id) 
ed bei enent. iftaeßprüfung meiner ©uffaffung bei anberroeiten ©earbeitungen für uüßließ. 

3u ber ©arfteffung ber ©rt burd) @. ©tüffer ift 31t bemerfen, baß bie ©bbilbung 
©af. 18 gig. la unb b bei ißm, ipargranb, meßr ben formen i, k, 1, m 31t äßnefn 
fd)eiut (bad Original flammt oom Spiegeldbcrge bei 6palberftabt), mäßrenb bie ©.rentplare 
nom Sößof unb aueß bie in ben ßößereit Srßicßten bed oorltcgenben ©ebieted ein meßr 
ediged Umbiegen ber iftippen geigen, gm übrigen meifen je nad) bem @rßaltungd3uftanbe 
and) unfere formen meßr ober rneniger bie in ber ©efeßreibung non ©Hilter gefcßilberteu 
©ßaraftere auf. So finb ben Originalen entfprecßenb ßod) gemölbt bie ©remplare a, b 
unb c, mäßrenb roieber d, e unb f anffallenb flacß finb, road aber roaßrfd) ein ließ nur eine 
golge bed ©rudeö fein biirfte. p=©af. 2 gig. 8 ift ßoeß gemölbt, fing unb Htgclig, entflammt 
aber einer banfartigen gnoceramenfolonie, bie ßoeßgefnölbte unb flacße, furge unb längere 
gönnen eutßält, fo baß an ber gufammengeßörigfeit fein groeifet befteßen fann. ©eit 
fpißen, naeß norn gebraßten ©öirbel 3eigen befonberd gut a., b, c, e unb f. ©ad gerabe 


49 [17] — 


Stbfdjneiben ber Vorberfeite ift bei c unb einigen anberen ©tüden gu beobachten, giemlidj 
fdjarf fe|t ber glitgel bei a, d unb q ab, roäf)renb er bei anberen ©jemplaren, raie c, e 
unb f faft gar nitfjt abgefetgt ift, jebod) geigt aud) £)ier bie Strt ber Umbiegung ber Stippen 
gegen beit gliigcl f)in nolte llebereinftimmung mit beiten nom ßöljof. Ser Vefdjreibung 
non SDUtller ift f)in,§ugufitgen : „hinter ber Ijödfften jftüdenroölbung nerläuft geroöt)ntid) 
nom SÖirbel rt ad) beut Unterranbe eine Vertiefung ober Verflachung", roie bad faft ade Stüde 
nom ßöf)of an ber geologifdjen ßanbedanftalt gu Verlin beutlidj geigen. Vci bent größten 
Seite meiner oerljältnidmäfiig Heineren ©jremplare ift biefe Verflachung nur burd) eine 
fdjarfe fhtiduttg ber Vippett an biefer angebeutet. Sie formen i, k, 1 unb m, bie 

roie oben bargelegt, mit ber Slbbilbung oon ©Rüder am beften übereinguftimmen fdjeinen, 
geigen biefe ft'itidung faft gar nicht, jebod) ift eine Trennung beiber ©rappen nicht möglich, 
ba Uebergänge oorhaitbeit finb. 

h ber oorftehenben gufammenftellung geigt Vaitbgruben unb groar pro cm etroa 8. 
Sie finb roenig fräftig unb ca. 2 mm hoch, roobei and) bie befoitbere ©rohe bed ©jemplared 
gu beachten ift. 

Unter In. latus Sow. hot s |3etrafd)ed im gaijrb. ber !. !. geol. V.=S1. 1905 ©. 165 
auf bad Vorfouttnctt ooit f)i er h cr 3 11 ftedenben formen int ^reibitjer ©ebiet bereitd fyin* 
geroiefen, ittbem er fagt: „gn beit ©fjlomefer Schichten oon.^reibit) fommett ©teinferne 
oor, bie groar cutd) bad fcfjarfe Umbiegen ber Rippen, roie ed für Tn. latus Sow. 
cfjarafteriftifcf) ift, geigen, bereit Rippen jebod) geringer an 3 a hH gröber unb fd)arf finb, 
ber ©d)tohraub ift ' fitrger atd bei In. latus itttb bilbet mit ber Vorberfeite einen Söinfel 
ooit 30 — 40° (?). ©d fd)eint fp er eine gorm oorguliegen, über bie mir und ntangeld 
genügenben Rlateriald' itid)t genauer äufsern fönnen." ipiermit ift fidjer nur ber ln. 
Kleini gemeint, jebod) fdjeinen, nad) beut Söinfel gu urteilen, bent Slntor nur oerbrüdte 
©jentplare oorgelegen gu hoben. 

Sie SCrt fiitbet fid) in Rlergelit, Quargiteii unb ©aitbfteineit im Ureibitger ©ebiet ooit 
etroa 445 — 540 in f?öf)c an ber Station Sannenberg unb barüber tpnaud. So liegen 
Stüde oor non ber Rorbfeite bed ßreibit)tated aud einer bnnflen Rtergelbanf 445 m, einer 
Cluargifbauf 450 m, einer fielleit RTergelbanf 458 m, and Sanbftein 480 m, foroie ooit ber 
Station Sannenberg. ferner finb gioei ©tiid oom Sad)dloch unb eined oom Sitbl)ange 
bed großen griebrid)§berged bei Reul)ütte oorhaitbeit. Sin ber Siibfeite bed ^reibilgtaled 
in ca. 410 m £>öt)e f)nbe id) bie unter i, k, 1 unb m angeführten gttoceratitett aud einem 
aitftefjenben geld am Söcge heroitdgefdjlagcn. San ad) mürbe man beit Urfprung ber 
Slrt in biefen gönnen ber ©uoierigone fttd)cn ntüffeu. genter liegen noch Stüde oor ooit 
ber guliudhölje in 450 m £>öl)e. Slud bent Dtergel an ber ij3ed)f)ütte bei 390 m ift ein 
fragtid)ed Stüd oorhaitbeit. 

In. Kleini Müll, djarafterifiert bcu unteren ©mfd)er am nörbtidjen fpargrattbe unb 
ift befottberö oom ßöljof bei Queblinburg, ooit Simmenrobe unb beit ©piegeldbergeu bei 
§alberftabt befanitt. Sind) in ber ßöroettberger treibe fiitbet fid) bie 21rt in bemfelben 
|)origont itttb groar in beit Reuroartljauer Schichten, ©jrentplare oon ©afjndborf bcfinbett 
fid) in beit Sammlungen bed Realgpmnafiumd gu ßöroenberg itttb an ber geologifchen 
ßanbedanftalt Verlin. £>err 8ßrofeff or ©cnpin hot in feiner gegenroärtig in ber ißaIäonto= 
graphica erfcheineitben Slrbeit über bie ßötoenberger treibe biefe Stüde ebcttfalld gu In. 
Kleini geftellt (Rtanuffript). Von Oppeln liegen gioei Stüde in ber Uuioerfitätdfammtung 
gu Vredlau, bie biefer Slrt fel)r ähnlich feheu, eoent. aber audj mit bcu fcf)arf gerippten 
gönnen ber Seplitger ©d)id)ten übereinftimmen föitnteu, bie gritfd) ald In. Cuvieri beutet. 
©d)lief)lich mag nodjntald bad mit „2" begcidjncte ©jemptar im 9Riiteralogifcf)en Rhtfettm 
gu Sredben ermähnt fein, bad ald gunbortdbegeidjnung „ßreibiig" trägt, aber ioal)rfd)einlid) 
oon H'iedliugdioalbe ftaimnt. 

So fauit biefe Slrt roohl ald eine beit ©mfd)er Seutfd)laubd gut d)arafterifiereube gelten. 


— 50 [18] — 


Unoceramus fred)i Riegel. 


Tafel I Fig-. 8 a, b; Tafel VII Fi». 6. 

1905 Inoceramus Frechi Flegel, Heuscheiier und Adersbach-Weckelsdorf. Inaugural-Dissertation, S. 25. 
1907 ., .. ,, Scupin, Die stratigraphischen Beziehungen der obersten Kreideschichten 

in Sachsen, Schlesien und Böhmen. Neues Jahrb. f. Min. 
Beil.-Bd. XXIV, S. 693. 

Maße: 

Winkel von Winkel von 


Fundort: Schloßrand : Vorderrand Schloßrand : Achse 


b] 

c] 

d] 

e] 

f] 


enberg, linke Klappe 110° 

70° 

meine Sammlung 

110° 

60° [?] 

„ „ 

110° 

75° 

„ Tat. I 

rechte ., 105° 

65° 

„ ., „ 1 

110° 

80° 


120° 

75° 


115° 

750 



8b 


Taf. VII 
Fig. 6 


Sie uorliegenbett ca. 20 Steinferne finb teils unuollftänbig, teils uerbriidt, jcbocf) 
läßt fieß burcf) gegenfeitige ©rgängung ber 2Irtcßarafter immerhin feftftellen. Sie beiben 
Klappen finb cttuaS ungleich, Sie linfe ift ftärfer geroölbt als bic rechte, befonberS ber 
SBirbel ber liitfen ßebt ficf) ßößer ßinauS als ber ber rechten. Sie SSirbel finb fcf)lanf 
ltnb fpiß. Sänge : §öße uerßalten ficf) ungefähr roie 2 : 3. Ser Umriß bifbet ein an ben 
©den mehr ober roeniger abgerunbeteS fRecßted. Ser Scßloßranb ift gerabe nnb ziemlich 
lang. Sie Sanbgrubeit finb fleht, an bem ©jemplar b ber oorftehenben 2Iufzäßlung 
laffen ficf) pro ^eritirtieter 8 wählen (§öße ber klappe 8 cm). Ser Sorberrattb ift unter 
bem SBirbel leidet eingebogen nnb bilbct etroa uon ber Schalenmitte eine gnnt llnterranbe 
fchräg nach ßinten oerlanfcnbe Sinie. Ser fonuepe Sogen beS'UnterranbeS mirb ßierburd) 
nach hinten uerfdßobeit nnb geht ziemlich fcßarf in ben faft gerabe auffteigenben fpintero 
ranb über, ber fiel) am Flügel gegen ben Dbcrraitb hin mehr ober roeniger nach außen 
biegt. Ser SSinfet, ben Sd)loßranb nnb Sorberrattb bilbeit, beträgt etroa 110°, baS Ser= 
fjältniS tum Scßloßranb : 2Icßfe ift im SDurdßfcßnitt als 70° an$uneßmen. 

2ln ber rechten klappe geht ber flache Süden allmählig in ben auSgebreiteten glitgel 
über, roährenb ber geroölbtere Süden ber liitfen tront Flügel burcf) eine flache ©iitfenfuug 
getrennt ift. 

®ie Oberfläche ift mit fcharfen, naßezu regelmäßigen galten bebeeft, bic burcf) flache, 
geroöhnlicf) breite groifeßenräunte uon einanber getrennt finb nnb in ungeminberter ®cuF 
ließfeit auch auf ben Flügel übergehen, ©egen ben Schlofsraub ßin biegen fie uom Sßirbel 
nad) außen. 2InroacßSftreifen finb au ben Steinfernen nießt roahruehmbar nnb, nach sroei 
2 Ibbrüden §u urteilen, feßr fchroad). 

Sroßbem uorfteßenbe Scßilberung einige 2IBtueicßungeu uon ber Riegels bietet, fo 
ßalte icß bod) bic Stüde für ein nnb baSfelbc mit betten uon ip öden au bcfd)riebeueu. 2Sie 
icß mieß itt ber Sammlung ber Uniuerfität SreSlatt überzeugen fonnte, ßat Riegel rooßl 
faft alle uon ber fpcufd)eucr gu biefer 2trt geftellten Stiide fpäter mit attbereit Slrteit 
uereinigt, feboeß ift bie begonnene SIrbeit uießt gur SSeröffcutlic£)ttug gefommen; nur einige 
©remplare uon bort fcßeiitett tatfäd)Iid) 31 t In. Frechi 51 t gehören. 

Sott In. Kleini Müller nnterfdßeibet fieß biefe 2Irt, baß bie galten auf bem Süden 
ber Scßale eilten tief ßerabgegogenen, fd)öitett rttnben, nach hinten gerichteten Sogen bilbeit, 
mäßrettb fie bei I 11 . Kleini nießt fo tief herabgeßeit ttitb iit ttteßr ober roeniger feßarfett 
©den umbiegeit, and) bie 2öacßStumSad)fc fieß roeniger feßief naeß hinten uerlättgert. Sei 
In. G-latziae Flegel finb bie galten bebeutenb enger ttitb unregelmäßiger geftellt, als 
bei ben beiben uorgenannten 2lrtett, fie biegen auf bem Süden in rttnbem Sogen um 
nnb fteigeit auf bent glitgel ziemlich feufreeßt mit einer ©iitbieguitg naeß innen fitrg uor 
bem Scßloßranbe auf. ®ie Unterfcßeibuitg biefer 3 2lrten ift feßr feßroierig. Sie ftelleit 
roaßrfcßeiitlicf) nur eilte gormenreiße bar. Uebergänge finb ourßanben, feboeß roirb man 
bie ©jtr einen uon In. Kleini ttttb In. GUatziae faunt in eine 21 rt uereinigen fönnen. 

SDie uorliegenbett Stüde ftammen uont Sonnenberg bei SBalterSborf bis auf eines 
itt ber Sßeifefcßen .Sammlung, baS uon ^reibitpSeitborf, rooßl auS bent alten Steiubrucß 
am Saßnßof in 480 m Soße, ßerritßrt. 

glegel befeßreibt erftmalig bie 2Irt uon Sodenatt nnb uon griebricßSgrunb au ber 
Seufcßeuer. Scupin erroäßnt fie ebenfalls uon ^odenau. ©jentplare ßabe icß gefeßen in 
ber Sammlung beS SealgtjmnafiumS 511 ßöroettberg uon Sodeuau, iit ber UniuerfitätS= 
fammlung zu SreSlau uon Seuborf am ©röbißberg (?) nnb uon griebricßSgrunb, au ber 
geologifcßeu ßanbeSanftalt zu Serlin ebenfalls uon fpodenau, nnb auS bem unteren 


51 [ 19 ] — 


©mfcßer non .ßillp e ^ 11 großes, unoolllommened ©tücf aud ber non foaenleinfcßen ©amm= 
hing of)ne Stamendbegeidjnung, bad mit unferer 2t rt gut übereinftimmt. ©ie icf) and 
bem mir Dort iperrn s ^3rofeffor ©cupin freunblicßft gur Verfügung geteilten SOtanuffript 
erfeßen E >abe, bcfinbet ficß in feiner gegenwärtig in ber ißaläontograpßica erfdjeinenben 
Slrbeit über bie ßöwenberger treibe eine gute Slbbilbung eines ©titüed non -fpocfenau. 


ifnoceramus Glatziae Tiegel. 

Tafel I Fig. 1, 3, 4a, 4b; Tafel 7 Fig. 1 und 2. 

1905 Inoceramus Glatziae Flegel, Heuscheuer und Adersbach-Weckelsdorf. Inaugural-Dissertation, S. 26 und 
„ Cuvieri var. Geinitzianus, ebendaselbst, S. 24. 

„ „ „ Flegel, Die Kreide an der böhm.-schles. Grenze. Jahrb. d. k. k. 

geol. R.-A., S. 230. 

Maße: 

Winkel von Winkel von 

Fundort: Schloßrand : Vorderrand Schloßrand : Achse Länge Höhe 


a 

Sonnenberg 

130° 

90° 

35 mm 

50 mm 

meine Sammlung, Taf. I Fig. 3 

b 


1250 

750 

30 ., 

35 ,. 

„ I „ 4 

c 


1250 

75o 

38 

50 ., 


d 


110°? 

70° 

33 ,. 

38 .. 


e 


125« 

850 

40 „ 

50 „ 

n n 

f 


130° 

85° 

37 „ 

50 „ 


g] Dachsloch 

? 

65° 

72 „ 

85 

Sammlung Weise, Taf. I Fig. 1 

h] „ 

120° 

75° 

70 „ 

93 

„ „ „ VII „ 2 


©ie quabratifd) bid länglid) eiförmigen ©teinferne finb non mittlerer bid bebeutenber 
©iefe, ein fteinerer ift faft fugetförmig. ffm allgemeinen etmad uugteid)ftappig, ber ©irbel 
ber linfen Etappe ragt über ben ber rechten ßeroor, liegen and) ©remplare nor, bie mot)I 
ald gteidiftappig angufpreeßen finb. ©ie fpöße übertrifft bie Sänge im ©ureßfeßnitt um 
etwa ein fünftel, bad ißerßältnid ift aber bedeutenden ©diroanfnugen unterroorfen. ©ie 
SSorberfeite fällt gicmlicß fteil ab unb ift unter bem ©irbel eiugebrücft. ©er Unterranb 
bilbet einen gut gernnbeten S3ogen, ber hinter raub fteigt faft fenfredjt auf unb ift furg 
nor bem ©dfloßranb etwad eingefdjnitrt. ©er gerabe ©d)loßranb ift mäßig lang unb auf 
1 cm etwa mit 11 Sandgruben befelgt. Scßloßranb unb Sorberranb bilben einen ©iufei 
non ca. 120°. ©er ©infei ©eßloßranb ; Slcßfe beträgt ungefähr 80°. infolge ber ocr= 
fd)iebenartigen 33erbriicfuugen bleibt bad ©infelnerßältnid bei alten norliegenben SIrten 
unfießer. ©er fleine glügel ift bitrd) eine gerunbete ©infenEung nom Stüden ber 
©d)ale getrennt, ©af. 1 gig. 4 a ift breitgebriieft unb bedßalb nid)t in normaler ©tellitug, 
geigt aber ben ißerlanf ber Stippen unb SInmacßdftreifen auf bem Flügel gut. $n der 
Stege! brängeu fid) bie Stippen auf bem Flügel beutlid) gegen ben ©irbel bin- ©er 
©irbel ber linfen klappe raölbt fid) höher auf ald ber ber rechten unb überragt and) 
letzteren mehr ober weniger. Sin bem ©af. 7 $ig. 1 bargeftellten ©remplare non ber ^>eu= 
feßeuer finb beibc ©irbel faft gleid), an einem anberen non bort jeboeß wieber angem 
fcßeinlicß ungleich- 

©ie Oberfläche ber ©d)ale ift mit unregelmäßigen, genäherten unb lang herabgegogenen 
Stippen bebccft. ©ie ©tärfe ber Stippen ift fcf)r uariabel, unb im höheren Silier finben 
fid) gwifcf)cit 2 gröberen immer etwa 3 — 5 fchwäd)ere. ©ie fräftigeren Stippen gehen in 
faft nnnerminberter ©d)ärfe auf ben Flügel über, wäßrenb bie feßmäeßeren bafelbft mehr 
ober weniger nerfd)winben. 

©ie non mir felbft gefammeltcn ©jemplare finb nid)t fehl' groß unb entflammen 
bem ©teinbrucf) am ©onnenberge bei ©alterdborf (©af. 1 £fig. 3, 4), während bie and ber 
©eifefeßen ©ammlung nom ©ad)dlod) bebeutenb größer finb (©af. 1 f^ig. 1, ©af. 7 gig. 2). 
©in unuollftänbiged ©titef, wad and) hierher gehören dürfte, befitge idj and der ©egend 
bed ©reieefer, einer gmifcßen jenen beiden Fundorten gelegenen ©teile, ©in boppclflappigcd 
©jemplar nom ©achdlod) liegt mir ferner and ber ©ammlnng ber beutfd)en Unioerfität gu 
s f3rag nor. ©af. 1 3äg. 1 glcid)t folcfjen ©gemplaren, die non Riegel, £>eufcßeiter, gu 
In. Cuvieri var. Geinitzianus geftcllt worben find, aber wie id) im geologifd)cn ^nftitut 
ber Unioerfität S3redlau erfehen fonnte, fpäter non ißm wieber anberd begeießnet wurden, 
©in fotdjed ©tiief geigt ©af. 7 gig. 1. 93on Riegel ald In. Glatziae begeießnet, befinden fid) 
an bemfelben ^ynftitiit drei fleinere ©jemplare non ber fpeufdjeuer, bie mit unferen 
SIbbilbungen ©af. 1 gig. 3 unb 4 üöereinftimmen. ©iefe flehten ©tiiefe geigen in ißrer 
Sludbilbung genau ben ©ßarafter ber größeren, fo baß icß eine ©rennung nießt oorgurteßmen 
permag. 

52 [20] — 


»ou In. Cuvieri Sow. itnterfdjeibct fiel) bie Hirt befonberd babitucf), baß ißre ^ofje 
bebeuteuber als ihre Sänge ift, uub iJjr aittf) ba§ bent In. Cuvieri eigene ®icfeumach§tum, 
fenfreebt 5m - früheren 3$ad)Stumsrid)tung, in höherem Hilter fef)It. »egitglid) ber ilnter= 
fdßeibnug mm Ln. Freehi Fl. ltnb In. Kleini M. nergl. ©eite 51. ®ie Unterfd)eibimg§= 
mcrfmale gmifdjen In. Freehi ltnb In. Glatziae föitnen und) bem norliegenbcn SJlaterial 
nud) nid)t fidjer feftgelegt werben, beim beibe Hirten feßeineu 31t Uebergängen 31t neigen. 
Sehr nahe ftef)t nuferer Hirt In. Geinitzianus Stol ! ), rnomit Riegel und) bie höheren 
©jemplare non ber eptutf diener Gereinigt. HllS uitterfcßeibenbeS HS er final ift ßauptfädjlich 
nur augufitßreu, bah ©toliegfa feine Hirt als mit biden, giemlicß gleichmäßigen galten itnb 
büßten couccittrifcfjeit Streifen bebedt fcßilbert, mäßreub hingegen bei nuferer Hirt bie galten 
uub coitcentrifd)en Streifen feEjr unregelmäßig auf treten, ©ine fid)ere ©ntfdjeibung fanu nur 
bureß »crgleid) ber gegenfeitigeuOriginalepemptare getroffen werben, (»ergl. and) In.SturmiS. 58.) 

»on In. Sturmi n. sp. unterfeßeibet fid) bie Hirt, baß In. Sturmi regelmäßige fdjarfe 
Hfnwacßgftreifen uub einen größeren Flügel als ln. Glatziae befißt, ber fid) bei In. 
Sturmi au beit allmählich abfteigeubeit Süden oßne Unterbrechung anfeßließt, wäßrenb 
In. Glatziae bafelbft eine ©iufenfitug geigt. 

®ie Originale 31t xaf. 1 0ig. 3 uub 4 feßen and) bem In. striatus Mant. bei ©olbfitß, 
Petr. Germ II, Saß 112 ßyig. 2 nicht unähnlich, ba feboeß biefe 31 rt noeß feßr gmcifelßaft 
ift, fu fall auf eine Stellungnahme nergießtet werben. 

®ie Hirt ift, außer in nuferem ©ebiet, bis' jeßt nur nocß non ber griebricßSgmmber 
öeßne an ber ^jeufeßeuer befanut. 

Inoceramus fifaltersdorfensis n. sp. 

Tafel V Fig. 2, 5. 


Maße: 

Winkel von Winkel von 

Fundort: Schloßrand : Vorderrand Schloßrand : Achse 


a] Sonnenberg 

120° 

70'» 

meine Sammlung, Taf. V Fig. 2 

b] 

1 25 1 

75" 

.. V „ 5 


®ie 3wei ©.remplare, eine redjte uub eine linfe klappe, habe id) im ©teinbrueß be§ 
©onitenbergeS gefammelt. Sie laffett fid) in feine ber aufgeführten Hirten einreihen uub 
füllen beSßalb befonberS aufgeführt werben. 

»eibe Steinferne fiub ca. 40 mm ßod) unb etwa ebenfo lang. Sie »orberfeite 
bilbet einen flacßen Sogen, Untern unb fpinterranb fiub ebenfalls bogenförmig geftaltet, 
aber meßr unregelmäßig. 2) er Scßloßranb ift gerabe. $m allgemeinen ift bie Hirt 3iem= 
Ließ flacß gewölbt, biegt aber im höheren Hilter um uub wäcßft faft fenfreeßt §itr früheren 
©cßaleitwölbung, wobureß fie aufgebläht erfeßeint. 2ie »orberfeite fällt fteil ab unb ift 
bureß eine giemlicß feßarfe »iegung mit bem Süden oerbunbett, ber fid) uad) ber anberen 
©eite 3U111 glitgel hingegen gang allmählich abbadjt. 2ie flad)eit Hötrbel liegen faft in ber 
Schalenmitte. ®ie Oberfläche ift mit regelmäßigen HlnwadjSftreifert bebedt, bie aber ba, 
wo bie Sd)alc nach innen biegt, oerfeßminben unb burd) einige unregelmäßige galten erfeßt 
werben. 2aS gibt am beften gig. 2 wieber, wäßrettb $ig. 5 weniger gut gelungen ift. 

»01t In. Cuvieri var. planus Milnst. uuterfeßeibet fiel) biefe Hirt babureß, baß ißre Ober- 
fläcße nießt oon fräftigen Sippen, fonberit nur non HInroacßSftreifen bebedt ift, non In. 
Sturmi n. sp. bureß ba§ Umbiegen ber ©cßale im höheren Hilter, non In. Glatziae Flegel 
bureß baSfelbe uub bie feineren HlnmacßSftreifen gegenüber beit gröberen Sippen jener Hirt. 

ßjwei ©jemplare an ber beutfdßen Uninerfität 311 ißrag nom 2acßSlocß fiub ebenfalls 
ßierßer 31t ftellen. Höäßrenb bas fleinere ©tiid ungweifelßaft ber Hirt angeßört, ift ba§ 
größere gerbroeßen unb bie »eftimmung unfidßer. 


Inoceramus Dad)$lod)en$is n. sp. 

Tafel I Fig. 9>; Tafel VII Fig. 7. 

Maße: 

Winkel von Winkel von 

Fundort: Schloßrand : Vorderrand Schlossrand : Achse Länge Höhe Dicke [DoppelklappigJ 

a] Dachsloch 125° 85° 45 cm 60 cm 50 cm Sammlg. Weise, Taf. I F.9 

b] „ 125° 80 1 60 , 66 „ 60 „ „ Kogler. [T.V1I F. 7 

@S liegen gwei ©teinferne au§ ber Höeifefcßen unb einer auS ber ^öglerfcßeu Samum 
lung nom ©acßSlod) nor. 2ie folgenbe Hlrtbefcßreibung gilt bem abgebilbeteit ©tiide 


*) ©toliegfa, Siteraturoerj. 34, <5. 407. 


53 [21] - 


auS ber Sammlung Söeife, baS Miglerfcße ftimmt nollftänbig bamit überein, roäßrenb baS 
anbere mm äöeife uerbrüdt i(t. 

®ie bciben Mappen finb gegen einanber etroaS mrfd)oben, bie rechte ift hinauf 
gerüdt, roäßrenb mm ber Itnfen ein Stiid beS SBirbelS abgebrödelt ift, fo baß man, roie 
and) bie anberen beiben ©jemplare geigen, rooßl ©leicßflappigfeit anneßmen !ann. 2)er 
Umriß ift quabratifd) bis recßtedig abgerunbet. 2)er fteit abfallenbe ißorberranb bitbet 
eine faft gerabe, nur roenig nacf) außen gebogene ßinie, an ißu fü)ließt fieß ber ^albfrci§= 
förmige Unterranb. ®er ^interranb fteigt gierotlicß fen!red)t mit einer marfanten @in= 
b ud) tun g an ber ^iitgelanfaßftelle gum geraben ©cßloßranbe auf. ®iefer ift m affig lang. 
Scßloßranb unb 23orberranb treffen in einem Söinfel non 125°, Sd)Ioßranb unb ülcßfe 
mm etma 80 — 85 0 gufammert. ®er Flügel ift fcßarf nom iftiiden abgefeßt. ®ie 
SBirbel finb in bcm etroaS groben ©cftein beS abgebilbeten Originales abgebrödelt, bocf) 
ift an bent Miglerfcßen Stüd erfid)tlid), baff fie fid) etroaS nad) oont einfrümmcn. Sie 
ragen über bcn ©cßloßranb t)inroeg. £>ie SCRnfdjel ift fcfqr ftarf unb regelmäßig gemölbt, 
of)ne Mitte fteigt ber gerunbete Otüden gum SSorberranb unb fällige! ab. 

©ie Oöerfläcße ift mit bieten, nicbrigen, entfernten fmtgentrifcßen galten bebedt, bie 
in fd)önem Sogen über ben [Rüden gießen unb and) in unoerminberter ®eutlicßfeit auf 
beit Flügel übergeßen. ®ic Streßen groifeßen ben galten finb feßr ffad). ®er @efamt= 
einbrnd ber 2(rt ift etroaS plump. 

In. Frechi Flegel unterfeßeibet fieß bureß feine feßfanfere Söirbelpartie, ben ©ittbrud 
auf ber Sorberfeite unter bem 2Birbel unb bie flacßere reeßte Mappe, In. Kleini G. Müller 
bureß baS edige Umbiegen ber nie! fcßärferen [Rippen, ben bünneren glügel, ber bei In. 
Dachslochensis giemlicß bid ift, unb bureß bie elegantere $orm. ®er Flügel ift äßnlicß 
bem beS In. Brongniarti Sow., jeboeß unterfd)eibet beffeu fteil abfallenbe, nom [Rüden 
bureß eine Mutte getrennte Sorberfeite biefe 91rt gut non ber nuferen, fo baß eine 33er= 
roeißfelung auSgefcßloffen ift. 


Fnoceramus Cusatiae n. $p. 

Tafel II Fig. la, b; Tafel 3 Fig. 3; Tafel 8 Fig. 3, 4, 5. 

1905 Inoceramus percostatus Gr. Müller. Flegel, Heuscheuer u. Adersb. -Weckelsdorf. Inaug.-Dissert., S. 24, 25 
1905 „ „ „ Die Kreide a. d. böhm.-schles. Grenze, J. d. k. k. geol. R.-A. S. 230. 

1907 „ „ „ Scupin, Die stratigraphischen Beziehungen der obersten Kreide- 

schichten in Sachsen, Schlesien und Böhmen. Neues Jahrb. 



Winkel von 

Fundort: Schloßrand : V orderrand 

f. Miner. Beil -Bd. 24, S. 711. 

Maße : 

Winkel von 

Schloßrand : Achse Länge Höhe Dicke [beide Klapp.] [T. II F. la b 

a] 

Sonnenberg 120° 

750 

70mm 70mm 55mm 

meine Samml. 1 T. VIII F. 3 

bj 

125» 

800 

80 ., 88 .. 

61 „ 

„ „ Taf.III Fig. 3 

c[ 

110° 

70° 

? 95 ., 

62 ., 

dj 

105» 

750 

? ? 

? 


e j 

120« 

70° 

? ? 

? 


f] 

125° 

85° 

? 62 „ 

41 „ 


gl 

110° 

70° 

? ? 

? 


h] 

Lausche Stbr. Nordhang 120° 

65° 

? 80 „ 

45 .. 

Sammlung Weise 

i] 

115° 

75° 

? 75 

9 

k] 

0 

1400 

90° 

55 ..[?] 70 .. 

45 „ 

” ” T.VIII F.4 

Sonnenberg 135° 

70° 

80 .,[?] 82 .. 

50 „ [ 

? ] meine Sammlung. 

m 

140° 

70° 

80 „[?] 73 „ 

60 ., 

— 

n] 

140» 

85 u 1?] 

75 „[?] 75 ., 

50 ., 

,, T.VIII F. 5 

o 

140° 

80° 

? ? 

? 



®ic oorliegenben ca. 50 Steinferne finb in ber großen 9Reßrgaßl teils unuollftänbig, 
teils meßr ober roeitiger gerbrüdt, jeboeß befinbett fid) and) einige feßr gut auSgebilbete 
bantnter, unb bie übrigen ergangen einanber auf§ befte. ®ie tppifeße gönn ift ein 
[Recßted begra. Qnabrat, beffett norbere untere Mute fd)räg abgefdjnitten ift, roie fie gig. la 
unb b auf Staf. 2 unb $ig. 3 auf STaf. 3 barftellt. Sott ba auSgcßenb, oariiert bie SIrt 
einesteils fo, baß bie SSorberfeite faft in geraber ßiuie naeß bem Unterranbe oerläuft unb 
formen entfteßen, roie fie £af. 8 gig. 4 geigt, anbernteilS roölbt fieß ber [Rüefett in 
bie Sreitc auf Mften beS Flügels, ein foldjeS ©jemplar ift auf £af. 8 $ig. 5 bar= 
geftellt. ®ic 21rt ift als gleicßflappig angufpreeßen, roenn aueß infolge ber uerfeßiebem 
artigen 95er= unb gerbrüduugen fanin ein Stücf oorliegt, au bem bieS genau feft= 
guftellen ift. [Sie Sdjalen finb aufgebläßt, bie S)idc ift in oorfteßenber Tabelle ba, roo 
fie meßbar roar, eingetragen. ®aS 93erßältniS oon Hänge : §öße feßeint ungefäßr gleicß 

— 54 [22] — 


3it fein, gumeift fittb bie ©tiidc roo 1)1 etioad tjö^er ald lang, ©eroöhnlid) ift ber biinne 
^lügcl mehr ober roeniger abgebrochen, mar er annäl)ernb ermatten, fo roitrbe bie ßättge 
gefd)öljt, boef) bitrftc fie rooljl nie 31t grojj angenommen fein. Güinige ©rcmplare, mie 
3. V. m oorftcfj'enber 2litf5äfjlung, fiitb länger ald fmä)/ feboef) gehören and) fie alle in 
eine gormenreifje. 

SD er Vorbcrraub ift unter bent SEöirbcl eingebrüdt, bei beit angenommen normalen 
formen ift er uom Söirbcl anfgefjenb nad) norm gerichtet, biegt etroa in ber üftitte ber 
@d)ale nnt nnb uertänft fdjräg nad) nuten. ©iefed [ffieljeu bed Vorberranbed ift eine 
febr d)aratteriftifd)c ©igentümlidjfeit ber 2trt, meint and) an einigen abnormen @£emplaren 
ber Vorberranb faft fenfredjt nnb gerabe 31ml ltnterranbe abfteigt (©af. 8 $ig. 4) ober 
fdjräg nach oorn bis nuten 3ieljt nnb fdgarf 311m ltnterranbe umbiegt (©af. 8 gig. 5). 
©er Unterraitb bilbet, je nad)bcm ber Vorberranb fo ober fo nach unten oerläuft, eine 
gtö|jere ober tleincre fRunbung unb biegt bei allen Variationen in 3iemlicfj fd)arfem Vogen 
311111 fenfred)t anffteigenben ltnterranbe um. ©iefer 31'igt au ber [flügelanfapftelle 
gemölmlid) eine ©infdjnürung, an biefe fetjt fiel) ber ^lügel raeit nad) aitfjen biegenb an. 
2ln bem ©af. 3 fyig. 3 bargeftellten ©rentplar ift letzterer angenommen faft 00 11= 
ftänbig, jebod) befipe id) nod) ein fleinered, febjr 3erbrodjened, bad i£)it im Ver= 
bältnid nod) bebeutenb größer 3eigt. 2lit bem ©remplar ©af. 8 [fig. 5 fept ber Flügel 
fdjon au ber Umbiegung bed Uitterranbed 311m ^ünterranbe ein. ©er ©djlofranb ift lang 
nnb gerabe. 2lu bem Original 31t ©af. 8 [ftg. 4 fann man auf 1 cm 10 f leine Vaub= 

gruben 3äl)leit. ©ad Verljältnid bed ©djlofsranbed 311m Vorberraitbe oariiert 3roifd)en 105° 

nnb 140°. 2lld normal föuneit 120° gelten. 140 0 haben bie breiten abnormen formen 
mie fie ©af. 8 ffig. 5 barftcllt. ©er Vßinfel rmn ©djlofjranb : 2ld)fc beträgt im ilftittel 75°. 
©er 9 Ui den ber ©ctjale ift E)oc£) geroölbt unb fällt ringdum fteit ab. Vei beit normalen 
[formen (©af. 2 ffig. la unb b, ©af. 3 [fig. 3) ift ber grofje ^lügcl fd)arf abgefe^t, jebod) 

liegen and) ©teinlerne oor, mie ©af. 8 ffig. 5, roo ber 9Uideit nur in einer fanften ©in= 

bieguug in ben [f lüget iiberge£)t. ©ie Söirbel fitib fpip unb überragen ben ©djlofjranb. 

©ie Oberfläche ift mit fräftigen, abgernnbeten foii3entrifd)en SBiilften unb galten 
bebedt, bie befonberd ftar! an ber fdgräg nad) unten abgeftupteu Vorberfeite anftreten 
unb fid) gegen ben ffliigel t)iu allmählich oerlieren. 2luf biefeu gehen fie in ber 9tegel 
nicht ober nur fcbiuad) über, audnahmdmeife finb fie jebod) auch bort nod) fräftig oor= 
hanben, mie 3. V. and nuferer [fig. 5 ©afel 8 erfid)tlid) ift. 2tudj bie 2lnroad)dftreifen 
finb häufig febr gut ficfjtbar, mie bied befonberd nufere Slbbilbungen ©afel 2 ffig. la nnb b 
miebergeben. ©ie über ben Vüdcn lanfenbe furche bei [fig. la auf ©af. 2 beutet nur 
eine Vrucf)linie an unb fehlt an alten fonftigen oorliegenben ©tütfen, jebod) 3eigen fid) auf 
ber hödjften ©chaleumölbung bei oerfd)iebenen ©remplarett einige rabiale ßiniert (©af. 2 [fig. lb). 

©ie 21 rt bilbet bad häitfigfte f^offil im ©teinbritd) bed ©onnenberged bei 2ßalterd= 
borf, roo id) fie gefammelt bube. 2lud bem jetjt nicht mehr aitfläffigeu ©teinbrudj am 
Vorbabhang ber ßaitfdje befiubet fie fid) in ber Sßeifefdjen unb Höglerfdjeit ©ammlung, 
fomie im 9)Uueralogifd)en Vhtfeum 3n©redben ltub in ber geologifcfjenßanbedanftalt 3ußetp3ig. 
©d ift bie 2lrt, bie man bidher ald Inoceramus Brongniarti Sow. be3eid)itet hui nnb auf 
grunb bereu ber ©anbftein bed ffittauer ©ebtrged 3m - „Vrongniart^one" geftempelt roorben 
ift. ©ie beigegebenen 2lbbilbungen seigen bcutlid) bie llnterf chiebe, fo baf) rool)l nicht 
nötig ift, öarauf rociter eiit3ttgel)en. ferner hübe id) ein ©tiid meftlid) 0011t ©reieder unb 
3ioei ©tüd roeftlich ber ©ifenbahnftation ,^reibit)=©eid)ftatt beim Vau bed ©ait3faaled oor 
bem altberühmten ©teinbrud) gefammelt. 2lnd ber 2Seifcfd)eit ©ammlung liegt ferner 
nod) ein ©tiief 00m ®ad)dIoc£) oor. 

©ie fräftigen gerunbeten galten mit ungefähr ebenfo großen .Qroifdjenräumen unb 
bad [fliehen ber llnterhälfte bed Vorberranbed uutcrfdjeiben itnfcre 2lrt oou allen anberen 
2lrten. In. percostatus CI. Müller ift mit feinem foitfau eingebogenen Vorberranbe, bem 
gan3 oorn fteljenben SBirbel unb ber marfanten [furche auf ber hiuteren ©d)alen= 
hälfte gut unterf (hieben. ©ie 001t Riegel ititb nad) ihm 001t ©cupin oon ber 
[friebrid)dgrnnber ßeljne an ber ©eufd)euer basit geftelltcn ©tiide finb oollftänbig ibent 
mit nuferer 2lrt nnb gehören nid)t 31t In. percostatus. $d) muff alfo ber Verteibigung 
ber 2lrt burch [flegel im [faf)rb. b. f. f. geol. 9t.=2l. ©. 230 roiberfpred)en unb fanit nur 
begüglid) ber Vergleid)e mit In. percostatus auf bad bei Veljanblung biefer 2lrt ©. 56 
©efagte oerroeifen. ©ton ber §eufdjeuer liegen fed)d ©remplare in ber ©ammlung ber 
Unioerfität Vredlau, bie bid hoppelte ©röpe ber meinigen erreid)eit, aber and) in ber 
gleichen oorhanben finb. 2luch 31t ben breiteren [formen (oergl. ©af. 8 [fig. 5) paffen 3roei 
©tüde ber UniDerfitätdfammluitg. ©in roeniger guted ©jemplar put ^perr ißrofeffor ©cupin 


— 55 (23j — 


in öen Beuroartf)auer ©diid)teit gefammelt, baS oielletcf)! neben nufere breiteren formen 
31t [teilen roäre. 

Biit biefer SIrt i[t fcfoliefsticb) In. bilobatus G. Müller 1 ) noct) in parallele 3U [teilen, 
^cf) habe einen GppSabguß beS an ber ltninerfität Göttingen aufberoaf)rteu Originales bei 
■öerrn Sßrofeffor ©>r. Boef)ut in Berlin gefeiert. ®aS ©tiid i[t mangelhaft erhalten, [0 bah 
bie Umrißlinie nicht feft3uftetlen i[t. $n ber $ornt gleicht eS etroa ^ig. 4 auf ©af. 8. 
©)ie rabiaten furchen tonnten bie pfotge oon Berbrüdungen [ein, mie baS and) an meinem 
Gjeutplar ©af. 2 gig. la ber $all i[t. ©er größte Unter[d)ieö befteht in bem gegen ben 
Borberranb offenen Sogen ber Büdenioötöitng in bem 9 ftüIIerfcf)en Gjemplar, roät)renb er 
an meinen ©Rüden nach be'nt ^tüget hin offen ift nnb nur bei einigen Gr tr euren, mie 
beut auf ©af. 8 gig. 4 roiebergegebenen, eine ziemlich gerabe öinie bilbet, ober auch etroa S 
gegen ben Borberranb hin geöffnet fein mag. ®a nun leiber bis jeßt bIo[3 biefe einzige 
mangelhafte klappe gefunben ift, trifft [ich bie ^bentität beiber formen nicht fidjer crrocifen, 
roenu fie and) in ber Gntroidetung auSeinanber h.etoorgegangen fein mögen ober fid) an 
ben oerfd)iebenen ißläßen gleichseitig eigenartig auSgebitbet haben. Sariabel ift bie $orm, 
baS beroeifen 31t r Genüge bie ©titele oon ber einen $unöftätte am (Sonnenberge. 


Ifnoceramus percostatus G. IHullcp. 

Tafel V Fig. 4. 

1887 Inoceramus percostatus Gr. Müller, Beitrag- zur Kenntnis der oberen Kreide am nördlichen Harz- 
rande. Jahrb.d.kgl. preuß. geol. L.-A.,Taf.l7 Fig.3a — c, S.413. 
non 1903 ., .. Petrascheck, Ueber Inoceramen aus der Kreide Böhmens und Sachsens. 

Jahrb. d. k. k. geol. R.-A., Bd. 53, Heft 1, S. 165. 

non 1905 „ ., Flegel, Heuscheuer und Adersbach -Weckelsdorf. Inaugural-Dissert., S. 25. 

non 1907 .. ., 5 cupin, Die stratigraphischen Beziehungen der obersten Kreideschichten 

in Sachsen usw. Heues Jahrb. f. Min. Beil^-Bd. 24 S. 711. 

©iefe Brt hat febon oerfhieöentlid) 9 Rißöeutungen erfahren, iubem man fie in ben 
gleichaltrigen Gebieten oon Söhnten 2 ) nnb ©d)tefien 3 ) roiebergufinben geglaubt hatte. ®ie 
oon s [ 3 etrafd)ed oon üreibiß h ier 3it geftettten" Gjemplare haben fid) 31t m größten Seit atS 
In.Kleini M. erroiefen. ®aS Original 31t Geiniß, GIbthalgebirge II, ©af. 13 $ig. 15 erfd)eint 
mir atS ein oerbriicfteS Bruchftüd oon In. Cuviei'i var. planus Münster. 

®ie non ©leget nnb nad) ihm and) oon ©cupin oon ber ©riebrid)Sgruuber Sehne an 
ber .Sjeitfdjeucr bamit ibcittif gierten ©tiide gehören ber neuen 2 Irt In. Lusatiae an; bie 
oon Riegel oon GartSöerg ermähnten Gjemptare gehören roeber 31t In. percostatus, noch 
oermag id) fie .31t einer fonft befannten Brt 31t [teilen. 

®ic i!rfad)e biefer ©cf)tfd)tüffe mag root)t betritt 31t fudjen fein, bah Mütter fciner3eit 
bei ber Bmfftettuug ber Strt roeniger gute ©tiide 3ur Bearbeitung hatte, atS roie fie gegen* 
roärtig bie geotogi[d)e ÖanbeSanftalt 31t Berlin befißt, nnb bann auch ber In. percostatus 
in auSgeroadjfenem $u[taitbe fo ttnregetmä|ige formen annimmt, bie fid) fdpoer fchilbern 
taffen, ^itbent fcheiuett attd) oont ipa^rctnbe itt (Sammlungen nur toenig gan3 gute ©tiide 
oor'hanbeit 31t feilt, ©ehr cßarafteriftifcf) für bie 5 Irt ift bie oont Böirbet nach bem Unter* 
raube auf ber jpinterfeite ber ©d)ate oertaufenbe, nteift fef)r tiefe ©ureße. 

Bon ber ©tation ©annenberg liegt, bejeießnet mit Br. 5 , in ber Sammlung ber 
geotogifcßeit fReicßSauftatt 2 öien baS auf ©af. 5 ©ig. 4 bargefteltte Gjemplar, baS mit 
einem f o f cf) e 1 1 ber geologischen ßanbeSanftatt 31t Berlin oont ßößof bei Quebtinburg oott= 
ftäitbig itbercinftimntt. Söeutt attd) bie ^interpartie beS ©tiideS abgebrochen ift, fo 3eigt 
fid) bod) nod) ein ©eit ber fRüdenfurcße, nnb bie Ütrt ber Umbiegung ber [Rippen, bereu 
Unregelmäßigkeit unb ber fpiße nach oont gebret)te SBirbel ftimmen genau mit jenem 
Berliner Gpcntptar überein. Gütige roeitere Bruhftüdeoon ber ©tation ©annenberg, bie eben* 
falls att ber geotogifdjen fReid)San[taIt liegen, können oietteid)t and) hierher gehören. Unter 
biefen befinbet fid) ein ©tüd, beffett rechte Etappe had) geroötbt ift, roät)renb bie tinfe gan3 
ffadj gebrüdt unb mit feinen (Sprüngen bureßfeßt ift. GS bietet ein gutes Beifpiel für 
bie Beränberung ber ©noceraroten bttrd) ißreffung unb ermahnt 3111* größten Borficßt bei 
Beftimmung 001t flach gebrüdten formen, roie 3. B. auS ben meiften ©01t* unb SJRergel* 
fd)icl)ten. Gin roeitereS leiblich gutes Gjemplar rourbe 1911 oon §errn ©abrifbefißer 
Bögler an ber ©tation ©annenberg gefammelt. 

©onftigeS Borfontnten: Bisher fid)er nur int unteren Gtnfd)er beS ttörblicfjcn |mr3* 
rattbeS nadjgeroiefen. 


Ü ©. Bcüller, Sitcraturoerj. 22, ©. 414, ©af. 18 gtg. 2. 2 ) [p3etraft±)ecf f. 0 . 3 ) Riegel unb <Scuptn f. 0 , 

— 56 [24J — 


Inoceramus subpercostatus n. $p. 

Tafel II Fi". 4; Tafel VII Fig. 3. 

Son biefer Srt liegt nur eine rechte klappe auS bei* SSeifefcßen (Sammlung mit ber 
gunbortSbegeicßnung „ßaitfcße" nor. (Sie fteßt beut In. percostatus G. Müller (ipargraub 
©af. 17 gig. 3b) feßr nabe, jebod) läßt fid) aufgrunb beS SSaterialeS, baS non biefer Srt 
au ber geofogifeßen ÖaubeSauftalt 31 t SSerliu liegt, bie Uebereiitftimmung nid)t nacßroeifeit. 
©ie £>ößc beS aßgebilbeten (EjemplareS beträgt 75 mm, bie Säuge 40 mm. ©er 23orber= 
raub ift unter bem Söirbel etroaS eingebogen unb fällt [teil ab. (Er fteigt [entrecht 51 t 
beut einen f pißen Sogen bilbenben ilnterranbe ab. ©er ipiuterraub oerläitft ebenfalls in 
einer giemlicß fen!red)tcu Siuie. ©er Scßloßranb ift furg unb gerabe, Sanbgruben finb 
nidßt fidjtbar. ©ie (Schale ift fjoef) gemölbt, bie ßöcßfte SSölbung läuft über bie Siitte beS 
Südens in einem feßroaeß ttad) norn geöffneten Sogen. Scßloßranb unb Sorberranb 
treffen in einem SBinfel non 95° gufammen, baS SerßältniS Scßloßranb :Sd)fe beträgt 
55°. ©er fylitgel ift Hein unb feßarf abgefeimt, ©er fpiße, über bcu Scßloßranb in eit 
-ßeroorragenbe SSirbel liegt gang norn. 

©ic Oberfläche ift mit feßarfert, fräftigeu, fongentrifeßen Sippen bebedt, bie flachen 
3mifd)enräumc nehmen im £)ö£)eren Slter an ©rößc gu. .Qroifcßen beit gröberen Sippen 
finb auch nod) feinere fid)tbar. Sont Söirbel gieht fid) auf ber oorbereu ©cßaleußälfte bis 
gum Ilnterranbe eine flache gureße. 

gn biefer gureße unb beu tief ßerabgegogenen regelmäßigen galten befiehl ber §aupt= 
intterfd)ieb non ln. percostatus. öeßtere Sri befißt bie furche auf ber hinteren Sdfalen*. 
hälfte, unb bie unregelmäßigen galten gießen fid) nur roenig nad) unten ßerab. 


Unoceramus Moeglerä n. sp. 

Tafel I Fig. 6; Tafel 5 Fig. 6; Tafel 7 Fig. 4. 
Maße: 

Winkel von Winkel von 


F undort: 

Schloßrand : Vorderrand Schloßrand : Achse Länge Höhe 

a] Tannenberg 

105" 

65° 

37 mm[?] 58 mm [?] Sammlg. Kögler T. I F. 6, T.7 F. 4 

b] Nassendorf 

110" 

65" 

34 „ 48 „ - „ „ Taf. V Fig. 6 

c] Juliushöhe 

105° 

65° 

20 23 .. meine Sammlung 

d] 

105° 

60" 

17 „ 20 „ 

e | „ 

105° 

55" 

19 .. 22 „ 

f ] Dachsloch 

110° 

65° 

28 i„ 33 „ Sammlung Weise. 

Sucß biefe Srt fteßt bem 

In. percostatus 

G. Müll, naße, unb icß ßielt fie and) fo 


lange bafür, bis mid) baS SSaterial an ber geologifcßeit SanbeSanftalt gu Serlin eines 
anberen übergeugte. 

Süßer bem ©jemplar d oorfteßenber SufgäßluTtg, baS als feßr fleiu roenig in grage 
fommt, liegen mir nur linde klappen nor. f geigt neben ber linfen einen ©eil ber oberen 
rechten klappe, nach biefem roäre bie Srt gleicßflappig. ©er Umriß ber SSufdßel ift ein 
aufrecht fteßenbeS Sedjtecf, beffen untere hintere (Ede burd) einen Sogen abgeftumpft ift. 
©er Sorberranb fällt feßr fteil ab unb gießt in gcraber Siuie gum Ilnterranbe. ßeßterer 
bilbet einen flachen Sogen unb geht als folcßer in ben fpintcrranb über, ber fd)ließlid) gum 
glügel fenfreeßt mit einer fünften (Einbuchtung in ber ÜSitte auf fteigt. Sn bem etroaS 
gebogenen, furgen Stßloßtanöe fommen auf einen Zentimeter aeßt Sanbgruben. (Scßloßranb 
unb Sorberranb ftoßeu in einem SBiufel oon etroa 105°, (Schloßraub unb Scßfe non 65° 
gufammen. ©er gleichmäßig ßoeß geroölbte Süden feßt gegen ben fteil abfalleitben Sorber= 
raub in feßarfer Partie ab, unb and) ber Heine glügel ift bitrcß eine tiefe gureße oon ißm 
getrennt, ©er Heine fpiße SSirbel überragt nur roenig ben (Scßloßranb unb ift gang oorn gelegen. 

©ie Oberfläcße ift mit regelmäßigen, feßarfen, fräftigeu Sippen bebedt, groifeßen benen 
breite flacße gureßen gießen. (Ein Stüd beS SegatioS oon a oorfteßenber gufammenftellung 
geigt über bie gange Scßale gleichmäßig oerteilte matte SnroacßSftreifen. 

Son In. percostatus unb subpercostatus unterfeßeibet ficß bie Srt babureß, baß ißr 
Süden ooll geroölbt ift, unb roeber auf ber £>inter= nod) auf ber Sorberfeite Snbeutungen 
einer gureße ober (Einfenfung oorßanben finb. 

(ES liegen nur bie oorfteßenb aufgegäßlten Stüde oor, oon benen aueß nur bie beiben 
abgebilbeten a unb b für bie Bearbeitung oerroertet roerben tonnten, ba bie übrigen gu 
f lein finb. gene beiben befinben ficß in ber Sammlung ber Herren Bögler Sater unb 
Soßn in Scßönlinbe, unb icß glaube einer ©anfeSpflicßt naeßgufommen für ißren ber 
Heimat geroibmeten uneigennüßigen Sammeleifer, roenn icß ißneu biefe Srt roibme. 


— 57 [25] 


inenberg 

125 u 

85°/90° 

meine Sammlung, Tafel II Fig. 5a, b. 


125° 

85° 



120° 

75° 


„ 

135° 

85 n 


>5 

110° 

70° 



1250 

75° 

_ 

.. 

115° 

90" 



115° 

85° 



110° 

80° 



110° 

70° 



110° 

70° 

Kgl. miner. Museum Dresden, [das. mit No. 14 bez.] 

©erfcßiebenartig finb 

bie ®ruderfcßeinungen, 

bie fid) an ben aufgegäßlten ©jemplaren 


Inoceramus Sturmi n. $p. 

Tafel II Fig\ 5 a, b. 

1843 Inoceramus concentricus Park. Geinitz, Kieslingswalde, S. 15, Taf. 3 Fig. 12. 

1891 „ simples Stoliczka. Langenhan & Grundey, Das Kieslingswalder Gestein und seine Ver- 

steinerungen. X. Jahrb. d. Glatzer Gebirgsv. Taf. 5 Fig. 5 — 7. 
1900 .. Cuvieri Sow. Sturm, Der Sandstein von Kieslingswalde in der Grafschaft Glatz und seine 

Fauna. Jahrb. d. kgl. preuss. geol. L.-A., Taf. 10 Fig. 1. 

Maße: 

Winkel von Winkel von 

Fundort: Schloßrand : Vorderrand Schloßrand : Achse 

a] Sonnenbere 

b] 

c] 

d] 

e] 

f] 

ff] 

hl 
i] 
kl 
1 ] 

roaßrneßmen taffen, aud) bie non IfiedlingSroalbe norliegenben ©titde erfcßeinen in gang 
auffälliger Söeifc flad) gebrüdt. ©om ©onnenberg bei SSalterSborf (.ßittauer ©ebirge) 
liegen ca. 20 ©tiid nor, bie fid) al§ iibereinftimmenb mit ber 51rt non lfie§ling§roaibc 
geigen. (Größtenteils finb e§ Srud)ftitde ober eittgelne klappen, ein boppelfd)alige§ ©jentplar 
ift auf STaf. 11 gig. 5a unb b roiebergegeben. 'SbiefeS , gugleid) ba§ größte uom ©ouuem 
berg, ift ca. 5 cm breit unb 5 cm ßocf), aber and) unnollftänbig roie alle anbereu, ©inige 
fleine ©tiide finb ßöfjer wie lang, aitbere geigen me^r einen quabratifdjen Umriß ©e= 
fonberd fcßarf finb an beu ©onnenbergfteinfernen bie regelmäßigen ©nroacßioftrcifen au§= 
geprägt, roenn and) nidjt überall fo raie an bem Original git £af. II gig. 5, roäßrenb fie 
in Me§ling§roalbe, in einem roeniger reinfanbigen ©eftein, matter gitm 21u§brud fontmen, 
aber troßbem gut ficßtbar finb. hingegen finb an beu $ie§ling§roalber ©tiiden beutlicße 
unb fräftigc ©ungeln oorßanben, bie an bcn ßiefigen formen bebeutenb fcßroäcßer ßeroor= 
treten ober aud) gang fehlen, ^ie ©orberfeite fällt gicmlid) fteil ab unb gefjt in einer 
fftunbung in beu geroölbten ©iiden über, an ben fid) in allmählicher 5lbbad)ung ber 
giemlicf) breite glügel anfcßließt. ©cßloßranb unb ©orberranb bilben einen ftumpfen Sßinfel 
non etroa 120° im SDurcßfcßnitt. ®er ©cßfenroinfel, ber infolge oon ©erbrüdung faitm 
ficßer gu beftimmen ift, fcßeint etroa§ roeniger al§ 90° gu betragen. ®er SSirbel ragt in 
einer fleinen ©piße über beu ©cßloßranb biitroeg. ®ie ©anbgrubeu finb flein, an bem 
abgebilbeten ©tiid fomnten 7 — 8 auf V 2 cm- ©oroeit feftgeftellt roerben fonntc, ift bie 
3Irt gleicßflappig ober roenig ungleüßflappig. 

©on biefer Slrt gibt guerft ©einiß, ßiedlingsroalbe, SEaf. 3 gig. 12 unter ber ©e= 
gcicßmtng In. concentricus Park, eine ©bbilbung. ©ic geigt jebod) nur grobe galten, troßbem, 
roie bargelegt, faft bei allen Jtie§liitg§roalber ©tiidcn aucf) bie feineren ©itroacßSftreifen 
roaßrguneßmen finb. ©tolicgfa 1 ) möd)te bie ©bbilbmtg mit feinem In. Geinitzianus Bereinigen, 
er fagt roörtfid): „Geinitz (Kieslingswalde, Taf. 3 Fig. 12) ligured a right valve of an 
Inoceramus which most closely resembles our Indian fossil; it has beeil perhaps wrongly 
identified with I. latus Maut., for it shows much more affinities to s tri atu s than to 
latus, and if it does not belong to the former species, it may very likely be identical 
with the Indian one.“ 3>ie neue ©bbilburtg, bie ©türm, STaf. 10 gig. 1, non biefcm ©pemplar 
gibt unb bie ben Slrtcßarafter feßr gut gum ©uSbrud bringt, geigt jebod) beutlid) bie 
ltnterfd)iebe. ®ie galten unb 3Inroad)§ftreifen biegen fid) bei unferer 5lrt gegen ben SBirbel 
hin biefem gu, roäßrenb fie bei ber inbifcßen auf bem glügel bem Söirbel fließen, unb 
ferner bie galten bei biefer al§ bid unb giemlid) gleichmäßig gefcßilbert roerben, hingegen 
bei unferer ©rt unregelmäßig unb nicßt allgu fräftig finb. ®iefe SIrt, fo roie fie ©tolicgfa 
bargeftellt |at, ift nicht bie unfere, naße fteßt leßterer jebod) aucß eine aitbere inbifcße, 
In. sinrplex Stol., Cret. Fauna of S. Ind., £af. 28 gig. 3 — 4, inSbefonbere gig. 4. ®ie meßr 
ober roeniger ftarfe ©inbiegnng be§ ©orberranbeS, foroie ba§ fcßiefe ©bfteigen be§ ©cßlojp 
ranbe§ 11 ad) ßinten unterfcßeiben aber aud) biefe inbifcße SIrt genügenb non ber 


’) ©tolicgfa, Siteraturoerg. 34, @. 407. 


— 58 f26] — 


unferext. Aperr Bittmeifter non Apaenleiit, bem Saitgenßait & ©runbet) ©ipmidare non 
Me§ltng§roalbe überfanbten, beftimmte [io ebenfalls al§ In. simplex. 

Sd)ließlid) [teilt (Sturm, ber bie Me§liitg§ioaIber gauna in trefflicher SSeife bearbeitet 
hat, bie bärtigen formen 31 t In. Cuvieri. ©r biirfte jebod) mit biefer Beftimmung gefehlt 
ßaben. Btit bem tppifcßen In. Cuvieri Sow. BorbbeutfdjlanbS oermag id) fie nid)t 31 t oer= 
einigen. 91ud) Sßottemann 1 ) unb ißetrafcßecf 2 ) graeifeüt bie Beftimmung mit Bcd)t an, 
ltnb letzterer betont befonberS, baff e§ oorgu||eßen ift, bie (Stüde als eine befonbere 21rt 
51 t beßanbeln. gubent bie§ ßier gefcf)iet)t, erfdßeint e§ rooßl gerechtfertigt, baff bie für 
Medüitgdroalbe fo dfßrafteriftifcße 21r.t beit Barnen be§ Bearbeiters biefer ^anna trägt. 

Die Brt ftef)t bem In. latus Sow. feßr nafje, jebod) biegen bie galten nnb Bitroacߧ= 
[trafen bei leßterem mehr ober roeniger fcf>arf um, roäßrenb fie bei In. Sturmi einen fdjön 
gerunbeten Bogen bilbeit. Bttcß befißen bie mir oorliegenben latus=gormen regelmäßige, 
gentnbete, foirgentrifdje galten, roäßrenb biefe bei In. Sturmi oiel unregelmäßiger auftrctcu. 
In. latus Sow. bei (Sturm, Daf. 10 gig. 2 , ift oielleicßt and) nur biefe 21rt. 

In. Sturmi liegt oon Me§ling§roalbe, 00 m (Sonnenberg bei 2Balter§borf nnb in .einem 
(Stiid ber Unioerfität BreSlau oon ber griebridjsgntnber Seßne an ber ipeufeßeuer oor. 
Bngufcßließen märe oielleid)t nod) ein ©pemplar (1 oorfteßenber Slufgäßlung) oon ber (Station 
Dannenberg, ba§ fid) im Bliiteralogifdjen Bfufeum gu DreSben befiitbet. 9Benn aitd) bie 
©pcntplare oon Me§üng§roalbe ein etroaS anbereS Bilb geben als bie übrigen, fo fjalte id) 
beit Unterfcßieb bod) nur bttrd) beit oerfdjiebenarttgen ©efteirtSdfarafter bebingt. 


Inoceramus BJinktyoIdloides n. sp. 

Tafel III Fig. 1; Tafel 4 Fig. 1; Tafel 7 Fig. 5. 

? 1888 Inoceramus Winkholdi G. Müller, Beitrag zur Kenntnis der oberen Kreide am nördlichen Harz- 
rande. Jahrb. d. kgl. preuß. geol. L.-A., S. 413, Taf. 17 Fig. 2. 

Die Btufcßel ift ungleidjflappig ltnb befißt einen breifcitig=eiförmigen Umriß. Die 
höße iibertrifft bie Sänge ungefähr um bie Apälfte. Der Steinfern ift unter bem SBirbel 
eingebrüdt. Der Borberranb oerläuft in faßt geraber ßinie mäßig ttad) oorn gerichtet 
gegen ben Unterranb, oßtte aber im entfernteren foroeit au§guarten roie bei In. Weisei n. sp., 
biegt fefjr feßarf (Bbbilbitng) ltnb auch mäßiger 31 x 11 t Unterranbe um, ber fid) im fladjen 
Bogen gum ^interranbe unb Scßtoßranbe aufgießt. Der Scßloßraub ift furg, an einem 
65 mm ßoßeit ©pentplar ift er auf V? cm mit 5 Keinen Banbgruben befeßt. Scßloßraub 
unb Borberranb feß einen einen SSBinfel oon 120 — 135° 31 t bifben, ber 91d)fenroinfel beträgt 
etroa 80°. Die red)te klappe ift mäßig geioöfbt, bie finfe faft ftaeß. Die größte SBöfbung 
ber reeßten klappe liegt etroa in einer im oorbercit Drittel ber Scßale 00 m Söirbel gegen 
ben Unterranb gegogeneit Sittie, bie ber linfen rneßr in ber Blüte. Der Flügel ift feßr 
fleht unb roeitig abgefeßt. Der ßoße nnb fpißc Söirbel ber reeßten klappe überragt ben 
ber linfen, ber fid) faum über ben Scßloßraub erßebt, um ein beträd)tlicße§. 

Die red)te klappe ift mit gleichmäßigen, fcßarfeit, bei au^geroacßfenen ©pemplaren 
auf bem Bücfeit faft ßorigoutalen, edig umbiegenben Bippeit, groifeßen beiten fid) breite 
flacßc .groifdjenräume befiitben, bebedt, roäßrenb bie Bippen ber linfen Mappe bebeutenb 
enger geftellt finb, fid) giemtieß rocit hinunter gießen uitb in fcßöit geformtem runben Bogett 
bie Scßale einfreifett. gn beit breiten groifdjenräunten ber redücit Mappe geroaßrt mau 
audj itocß feinere Streifen. 

©§ liegen nur 4 ©pemplare oor ttitb groar ein groeiflappige§ 00 m Dad)§lod), eilt 
gtoeiflappigeS 00 m Sübßange be§ großen griebridj§berge§ bei Beußütte unb 2 red)te 
klappen roeftlicß oont Dreieder. Die beiben erften befiitben fid) in ber SBeifefdjen Samm= 
lung, bie leßteren in ber meinigen. 

Blit ber reeßten Mappe biefer ©pemplare ftimmen gut überein folcße oßnc Bamen§= 
begeießnung an ber geologifcßen Saitbedanftalt git Berlin oon Dimmenrobe am nörblicßen 
hargranbe. Seiber fonnte icß aber feine eittgige gönn auffinben, bie mit ber linfen Mappe 
fb ent roäre. 

Bttcß bie oon Blüller al§ In. Winkholdi begeießnete Slrt fteßt meinen ©pemplaren feßr 
itaße unb roürbe biefelbe fein, toenn ba§ Stücf nießt ttad) ber Sluffaffung BliillerS ab§ 
ünfe, fonbern al§ recßte Mappe angefeßeit roerben fonnte. Dann roürbe auch ber Bilden, 


] ) SSollemann, ßiteraturoerg. 37, ©. 67. 

2 ) Betrafißecf, Siteraturoerp 23. ©. 165. 

<=- 59 [27] — 


roie Dort if)m gefcfjilbert, nicfjt nach beirt Mnterranbe, fonbern nach Dorrt (teil abfalten. 
®a itad) bert rechten klappen, bic ict) dop Stimmenrobe gefeiert f)abe, nufere SIrt bocf) roofd 
am nörblicfjert -giargrattbe Dorfotrrmcn bitrfte, fo toirb attd) ba3 dop ©Hitler bargeftcttte 
©tiid f'attm etioaS aitbereS [eilt. SDa§ Original liegt mir jebod) nicl)t oor, tmb id) mttji 
e§ Dorlünfig al§ befonbere Strt gelten taffen, gubem attd) bic tinfe Mappe bieroon iitdjt 
befannt ift. 

Ilm ba3 nabe ©ertjättni§ angubeuten, begeidpte id) bie f)iefigert ©titde mit In. 
Winkholdioides. 


Inoceramus subquadratus Sc8)lilter. 

Tafel V Fig. 7. 

1887 Inoceramus subquadratus Schlüter, Yerhandl. Naturh. Yer. Rheinl. Westf. 44 S. 43. 

1909 ,, „ Schroeder, Unterer Emscher am Harzrande Geologie und Paläontologie der 

subhereynen Kreide, S. 62, Taf. 16 Fig. 2. 

©§ liegen nur einige fd)Iedjtert)attene ©teinferne au§ bem ©teirtbrnd) am ©onnem 
berge mtb roefttid) nont ®reieder Dor, foroie ein ©egatio, rtad) beffett Stbgup bie s ^3boto= 
graptjie gefertigt roorben ift. ©iuige ©pemplare oon STitmnenrobe am ^mrgranbe an ber 
geotogifd)en SanbcSanftatt gtt ©ertiu ftimmen gut mit bem Slbgufj überein. Sind) bie 
SIbbitbung Staf. 1(3 gig. 2 in ber ©d)roeberfd)cn Arbeit geigt grofge ©et)utid)feit. 

©teilte ©teinferne firtb mäfjig geiuotbt unb mit regelincifgigen ©ippett cerfelen, bic 
bnrd) ungefähr ebertfo breite fyitrcbeit getrennt fiitb. ^bnen eigen ift ba§ attd) in ber 
SIbbitbung erfidjtlidfe minflige Umbiegeit ber ©ippett auf bem ©itdcit ber ©cfjale. 

©änttlidje ^ttttbe am .fparge meifen nad) ©cbroebcr auf tiefen ©mfcf)er bin- montit 
aud) nuferer tporigout übereinftimmt, unb fid) bie 2öaf)rfd)eiitfid)feit für bie ^bentität ber 
©tüde ltorf) erf)öf)t. 


Inoceramus cf. Moeneni G. Ifiiiller. 

Tafel V Fig. 3; Tafel 8 Fig. 2. 

1888 Inoceramus Koeneni G. Müller, Beitrag zur Kenntnis_ der oberen Kreide am nördl. Harzrande. Jahrb. 

d. kgl. preuß. geol. L.-A., S. 412, Taf. 17 Fig. 1. 

9tad) ©ergteid) mit bem reichen ©iateriat an ber geotogifdjen ßanbeSanftatt gu 
©erlin glaube id) bie iit ber SIbbifbung roiebergegebene tinfe Etappe oom SDacf)§tod) in 
bie Stäbe biefer Strt ftelteu gu fonuen. ®er oberfte Seit be§ 2öirbet$ ift abgebröefett. 
©ehr ebarafteriftifd) geigt fid) ber oon ©Hitler gefebilberte tiefe ©iitbrud an ber ©orberfeite 
unter bem SIBirbet. SDie ©orberfeite uertäuft fd)ief nad) hinten unten, fönnte aber and) 
eingebrüdt ttttb Derfdjoben fein. ®ie Oberfläche ift mit fräftigeit, fd)arfen jfatten bebedt, 
groifdjen beiten breite tiefe gatrdjen liegen. So nt Söirbet giebt fid) gum ©d)toprattbe auf 
ber fjitneufeite fcfjräg nach hinten eine $alte hinab, ©in boppetftappige§, teiber Derqitct[d)te§ 
©pemptar uoit ber betttfcfjeit Unioerfität in Sßrag getaugte roäbrenb ber SDrudtegung ber 
Strbeit nod) iit meine ^ättbe, beffeu tinfe Mappe mit ber oben gefebitberten übereinftimmt. 
Stie rechte Mappe ift ftarf beforntiert, fdjeint aber nid)t fo hocbgeroötbt ah§ bic tiitfe gtt fein. 

SDie SIrt ift befonber§ oom Söbof bei Quebtinburg befannt. 


Inoceramus ölandereri n. sp. 

Tafel V Fig. la, b, c: Tafel 8 Fig. la und b. 

Maße: 

F undort: Länge Höhe Dicke 

a) Dachsloch[?J 6,5 cm 13 cm 4,5 cm Sammlung Weise. 

b] „ 7,5 „ 11,5 „ 6 „ 

©oit biefer Strt liegt nur bie iit ber ©bbitbuitg bargeftettte red)te (a) uitb tinfe (b) 
Etappe oor, jebod) finb beibe fo d)arafteriftifdj auSgebilbct, baff fie roobt oerbienen, fyhi 
aufgeführt gu roerbeu. 

©eibe Mappen liegen getrennt, bod) fönnen fie nad) @röpe, $arbe unb ©effein 
luobt nur einem $nbiüibium aitgeEjoreit. SDie ©iufd)et ift ungteidjftappig, bie red)te Etappe 
breiter unb mit niebergebogenem Söirbet, mährenb bie fdftanfere tinfe einen h üf f) au f 5 
ftrebenben ÜEßirbet befitjt. ®er ©orberranb bitbet einen flacheren, ber Unterranb einen 
mehr freisförmigen ©ogen, ber ^interraitb fteigt giemtid) fenfredft auf unb t) a t in ber 


- 60 [28J - 


^citte eine ffad)e ©inbudjtung. Sdjloßraub imö Flügel fittb feJjr fitrg unb überhaupt 
niefjt fiditbar, fo baß eine [Ufeffttng ber Söittfel iiidjt möglich i(t. R3eibe Mappen 
[inb fe£>r f)od) gewölbt, an ber regten ift bie SBölbitng breiter, roäfjrenb an ber 
iinfen non bem fiel) f)od) f)inait§ bebenben SBirbel eine biefem entfpreebenbe SBnlft 
über beit [Rüden btd an beit llntcrranb fortfept. Oer breitere, ttiebrigere Söirbel ber 
redeten klappe rofit fid) itadj uont ein, tnttfjrenb ber [d)tnälere ber Iinfen über beit Sd)loß= 
ranb fenfred)t auffteigt tntb fiel) fd)Iießlidj naef) innen ttnb etiuad ttad) oorn brcl)t. ®oit 
ber ^ltnenfeite bed 9BirbeI§ gießt [id), gletdpuie an meinem In. Koeneni eine [d)ar[e [falte 
fdjräg itctcf) hinten 51111 t @d)Io|ranb (Oaf. 5 [füg. 1 c). Oie Oberfläche i[t mit groben, 
unregelmäßigen SBüIfteu bebedt. Oie red)te klappe geigt außerbem eine über bie ÜRitte 
unb eine baneben über bie bintere Sd)alenl)älfte uont SBirbel 51111 t Unterranbe giebenbe 
[furd)e, bie aber attd) non einer .Qerbrüdmtg ber Schale beführen fönnten. 

Oie beibett Stüde [inb in ber 2öei[c[d)ett Sammlung mit bem [funbort „Oadjdlod)" 
begegnet. [Rad) bem ©eftein erfdjeint mir ber Ort nicht gang fidjer, unb and) fpett 
s Iöei[e, ber bie Stüde mit ber Strobad)fd)ctt Sammlung (Sdjönlinbe) erbalten butte, 
hegte 3 tr)e ^f c ^ mit gegenüber, uerficberte aber, baß bie Stüde nur attd beffeu [Rabe [ein 
föititteit, ba Strobad) mit if)nt [einer $eit in jenem ©ebiet gefammelt hübe. Oad ©efteiit 
ent[prid)t ungefähr bem bed ln. Weisei n. sp. (Oaf. 4 [fig. 3), bad non [Reubütte, alfo and) 
ber näcßften Umgebung, ftammt. 

©ine biefer nabeftebenbe Sfrt ift mir niefjt befattitt. 


Inoceramus protractus Scupin. 

Tafel III Fig. 2. 

Oiefed nont Sonnenberg [tammenbe $3ntd)ftitd [übre id) nur auf, ba id) itt ber 
Sammlung bed [Realgpiunafütmd gtt Sömenberg nott [Reumartbau ein gang äbnlicbed, 
aber aud) nid)t nollftänbiged Stiid uorgefunben habe. [Rad) [reunbtid)er [Mitteilung bed fperrn 
[ßrofeffor Seit p in ift in ber gegenroärtig in ber [ßalaeontograpbica non ibut er[d)einenbctt 
Arbeit über bie Sömenberger treibe bad Stiid atd nov. sp. angeführt, unb mciter barauf 
bingetntefett, baß, tnemt bie Selbftänbigfeit ber 9Irt aufrecht gu erhalten fei, fie mit 
In. protractus begeidjnet inerben föntte. Ott mir nun bie gleidje [form uom Sonnenberge 
norliegt, gögere id) nicht, bie [Rrtbegeidpuittg bttrebgufübreu. Oad Stiid gehört einer feßr 
bideit [form an, bie mit unregelmäßigen [falten unb Slnmadjdftreifen bebedt ift. Sie 
unterfeßeibet fid) barin attd) uornebmlid) non beit ueriuaitbteu Wirten In. Cuvieri var. planus 
Münst., In. crassus Petr, unb In. Weisei n. sp., bereit Oberfläche im ffitgenbftabium mit 
regelmäßigen [falten unb [Rippen bebedt ift. Oer SSirbel ragt faum btnineg über beit 
gerabett Scßloßrattb, ber auf bie Sänge eiued Zentimeter mit neun 23anbgrubem Lief etgt ift. 
Oer b°b e [Rüden fällt bad)förmig gttnt [flügelranbe ab. 


Ülußer beit norftebenb bebanbelten SIrten liegen mir noch eine Slngaßl non Steinferueu 
not, bie aber roegett mangelhafter ©||altung bid auf ineitered guriidgeftellt roerben müffen. 



& 

- 81 [29] — 


Citeratur--Verzci(l)ni$. 

(Die fortlaufende Numerierung- bezieht sich auf die Fussnoten.) 

J . Beck R. und Hibsch J. Erläuterungen zur geologischen Spezialkarte des Königreichs 
Sachsen. Blatt 104, Sekt. Grosser Winterberg-Tetschen, Leipzig 1895. 

2. Cotta B. Geognostische Wanderungen II, Dresden 1837. 

3. Credner Herrn. Geologische Uebersichtskarte des Königr. Sachsen, Leipzig 1908. 

4. Danzig E. Das Quadergebirge südlich von Zittau. Sitzber. d. naturw. Ges. Isis, 

Dresden 1874. 

5. Ders. Gliederung des oberen Quaders südlich von Zittau. Sitzber. d. naturw. Ges. Isis, 

Dresden 1893. 

6. Elbert J. Das untere Angoumien in den Osningbergketten des Teutoburger Waldes. 

Yerh. d. Naturli. Ver. d. Rheinlande, Bonn 1901. 

7. Flegel Kurt. Heuscheuer und Adersbach - Weckelsdorf. Inaugural-Dissertation, Breslau 1905. 

8. Ders. Die Kreide an der böhm. -schlesischen Grenze, Entgegnung. Jahrb. d. k. k. 

geol. Reichsanstalt, Wien 1905. 

9. Friedrich 0. Kurze geognostische Beschreibung der Südlausitz usw. Progr. z. Einweih. 

d. Johanne ums z. Zittau, Zittau 1871. 

10. Fritsch A. Studien im Gebiete der Böhm. Kreideformation. V. Die Priesener Schichten. 

Archiv d. naturw. Landesdurchforschung v. Böhmen, Bd. IX No. 1, Prag 1893. 

11. Ders. Studien im Gebiete der Böhm. Kreideformation. YI. Die Chlomeker Schichten. 

Archiv d. naturw. Landesdurchforschung v. Böhmen, Bd. X No. 4, Prag 1897. 

12. Fritsch A. und Laube G. Geologische Karte von Böhmen. Sekt, II, Umgebung von 

Teplitz bis Reichenberg. Archiv d. naturw. Landesdurchforschung v. Böhmen, 
Bd. X No. 1, Prag 1895. 

13. Geinitz H. B. DasQuadersandsteingebirgeoderKreidegebirgeinDeutschland,Freiberg 1849. 

14. Ders. Das Quadergebirge oder die Kreideformation in Sachsen usw., Leipzig 1850. 

15. Ders. Charakteristik der Schichten und Petrefakten des sächs. -böhmischen Kreide- 

gebirges usw., Leipzig 1850. 

IG. Ders. Die Versteinerungen von Kieslingswalde, Leipzig 1850. 

17. Ders. Das Elbthalgebirge in Sachsen I u. II. Palaeontographica XX, 1871 — 75. 

18. Goldfuss A. Petrefacta Germaniae, Düsseldorf 1826 — 40. 

19. Katzer Fr. Geologie von Böhmen, Prag 1890- 92. 

20. Langenhan A. und Grundey M. Das Kieslingswalder Gestein und seine Versteinerungen. 

X. Jahresber. d. Glatzer Gebirgsver., Breslau 1891. 

21. Mantell. Geology of Sussex, London 1822. 

22. Müller G. Beitrag zur Kenntnis der oberen Kreide am nördlichen Harzrande. Jahrb. 

d. kgl. preuss. geol, Landes- Anstalt, Berlin 1887. 

23. Petrascheck W. Ueber Inoceramen aus der Kreide Böhmens und Sachsens. Jahrb. d. 

k. k. geol. Reichsanstalt, Bd. LIII, Wien 1903. 

24. Ders. Ueber die jüngsten Schichten der Kreide Sachsens. Abh. d. naturw. Ges. Isis, 

Dresden 1904. 

25. Ders. Ueber Inoceramen aus der Gosau und dem Flysch der Nordalpen. Jahrb. d. 

k. k. geolog. Reichsanstalt, Bd. LVI, Wien 1906. 


62 [ 30 ] - 


26. Reuss A. E. Die Versteinerungen der Böhm. Kreideformation, Stuttgart 1845 — 46. 

27. Roemer F. Geologie von Oberschlesien, Breslau 1870. 

28. Schlüter CI. Kreide-Bivalven. Zur Gattung Inoceramus. Palaeontographica XXIV, 

Kassel 1877. 

29. Ders. Einige Inoceramen und Cephalopoden der texanischen Kreide. Verh. d. naturh. 

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30. Schroeder Henry. Unterer Emscher am Harzrande. Geol. u. Paläont. d. subherc. 

Kreide, Berlin 1909. 

31. Scupin H. Die stratigraphischen Beziehungen der obersten Kreideschichten in Sachsen, 

Schlesien u. Böhmen. Neues Jahrb. f. Miner. Beilage-Bd. XXIV, Stuttgart 1907. 

32. Siegert Th. Erläuterungen zur geologischen Spezialkarte des Königreichs Sachsen. 

Blatt 107, Sekt. Zittau — Oybin— Lausche, Leipzig 1897. 

33. Sowerby G. B. Grossbritanniens Mineral-Conchologie, London 1837. 

34. Stoliczka F. Cretaceous fauna of Southern India. Bd. III Pelecypoda, Calcutta 

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35. Strombeck. Ueber die Kreide am Zeltberg bei Lüneburg. Zeitsclir. d. deutschen geol. 

Gesellschaft, Berlin 1863. 

36. Sturm Fr. Der Sandstein von Kieslingswalde usw. Jahrb. d. kgl. preuss. geol. 

Landesanstalt, Berlin 1900. 

37. Wollemann A. Die Fauna der Lüneburger Kreide. Abh. d. kgl. preuss. geol. Landes- 

anstalt, Heft 37, Berlin 1902. 



- 63 [31] 


Inhaltsübersicht 


93orrc>ort ©eite 33 

©efd)id)tlicf)e§ . . = 35 

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Inoceramus latus Mantell = 43 

Cuvieri Sowerby ; 44 

— var. planus Münster (Elbert) = 45 

cripsioides Elbert = 46 

— crassus Petrascheck = 46 

Weisei n. sp = 47 

Kleini G. Müller = 48 

— Frech i Flegel = 51 

Glat.ziae Flegel = 52 

Waltersdorfensis n. sp = 53 

— Dachslochensis n. sp = 53 

Lusatiae n. sp = 54 

— percostatus G. Müller = 56 

— subpercostatus n. sp = 57 

Koegleri n. sp. ..... 57 

Sturmi n. sp. . : 58 

Winkholdioides n. sp = 59 

subquadratus Schlüter . 60 

cf. Koeneni G. Müller = 60 

Wandereri n. sp 5 60 

protractus Scupin 61 

SiteraturoerseidintS = 62 



2B 


— 64 [32] 



Talei 1. 


Fig. 1 . Inoceramus Glcitziae Flegel. Linke Klappe, natiirl. Größe. 

Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher 8. 52 

Fig\ 2. Inoceramus Cuvieri var. planus Münster (Elbert). Rechte 
Klappe, natiirl. Größe. Fundort: an der .Jurascholle bei Nassen- 
dorf; Cuvierizone S. 45 

Fig. :>. Inoceramus Glatziae Flegel. Linke Klappe, Höhe 50 mm. 

Fundort: Sonnenberg bei Waltersdort; Emscher 8. 52 

Fig. 4 a u. b. Inoceramus Glatziae Flegel, a) rechte, b) linke Klappe, 

natiirl . Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Emscher 8. 52 

Fig. 5. Inoceramus Cuvieri var. planus Münster (Elbert). Rechte 
Klappe, natürl. Größe. Fundort: an der Jurascholle bei Nassen- 
dorf; Cuvierizone • . . 8. 45 

Fig. 6 . Inoceramus Koegleri n. sp. Rechte Klappe, natürl. Größe. 

Fundort: Eisenbahneinschnitt a. d. Station Tannenberg; Emscher 8. 57 

Fig 7. Inoceramus Kleini G. Müller. Linke Klappe, natürl. Größe. 

Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher 8. 48 

Fig. Sau. b. Inoceramus Frechi Flegel, a) linke, b) rechte Klappe, 

natürl. Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Emscher 8. 51 

Fig. 9. Inoceramus Dachslochensis n. sp. Linke Klappe, natürl. Größe. 

Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher 8. 53 

Originale zu Fig. 1, 7 und 9 in der Sammlung des Herrn Ortsrichter 
Weise f in Ebersbach, zu Fig. 2, 5 und 6 in der des Herrn Fabrikbesitzer 
Kögl er in Schönlinde und zu Fig. 3, 4 und 8 in meiner Sammlung. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jähr. Bestehen 1911 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel I. 



Photogr. v. Alwin Henke, Ebersbach. 


Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin \V 





















-\ 




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Tafel 2. 


Fig. 1 a u. b. Inoceramus Lusatiae n. sp. a) linke, b) rechte Klappe, 

natiirl. Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Emscher S. 54 

Fig. 2. Inoceramus Cuvieri Sowerby. Linke Klappe, natiirl. Größe. 

Fundort: an der .Jurascholle bei Nassendorf; Cuvierizone . . S. 44 

Fig. 3. Inoceramus Kleini G. Müller, Uebergangsform. Rechte Klappe, 
natiirl. Größe. Fundort: am Nordhang des kleinen Ahrenberges 
in 410 m Höhe; Cuvierizone S. 48 

Fig. -l. Inoceramus subpercostatus n. sp. Rechte Klappe, natiirl. 

Größe. Fundort: an der Lausche; Einscher S. 57 


Fig. 5a u. b. Inoceramus Sturmi n. sp. a) linke, b) rechte Klappe, 


ca. natiirl. Größe. Fundort: Sonnenberg b. Waltersdorf; Emscher S. 58 

Fig. Inoceramus Kleini G. Müller. Natiirl. Größe. Fundort: Eisen- 
bahneinschnitt bei der Station Tannenberg; Emscher . . . . S. 48 

Fig. 7. Inoceramus Kleini G. Müller. Rechte Klappe, ca. natiirl. Größe. 

Fundort: Kreibitz, unterm Pickelstein, 458 in; Emscher . . S. 48 

Fig. 8. Inoceramus Kleini G. Müller. Rechte Klappe, ca. natiirl. Größe. 
Fundort: im Walde, unweit westlich der Eisenbahnstation 
Kreibitz-Teichstatt S. 48 


Originale zu Fig. 1. 3, 5, 7 und 8 in meiner Sammlung, zu Fig. 2 und 6 
in dei' des Herrn Fabrikbesitzer Kögler in Schönlinde und zu Fig. 4 in der 
des Herrn Ortsrichter Weise f in Fbersbach. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jahr. Bestehen 191 I 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel II. 



Photogr. v. Alwin Henke, Ebersbach. 


Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin W. 











Tafel 3. 


Fig. 1 . Inoceramus Winkholdioides n. sp. Linke Klappe, 12 cm hoch. 

Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf ; Emscher S. 59 

Fig. 2. Inoceramus protractus Scupin. Linke Klappe und teils rechte, 
ca. natürliche Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; 
Emscher . S. 61 

Fig. 3. Inoceramus Lusatiae n. sp. Linke Klappe, natürl. Größe. 

Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Emscher S. 54 

Fig. 4. Inoceramus crassus Petraschek. Linke Klappe, ca, natürl. 

Größe. Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher . . S. 46 


Originale zu Fig. 1 und 4 in der, Sammlung des Herrn Ortsrichter Weise f 
in Ebersbach, zu Fig. 2 und 3 in meiner Sammlung. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jähr. Bestehen 1911 


Die Inoceranien des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel III. 





Photogr. v. Alwin Henke, Ebersbach. 


Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin W. 









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Tafel 4. 


Fig. 1 . Jnoceramus Winkholdioides n. sp. Rechte Klappe, Höhe 12 cm. 

Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf ; Emscher S. 59 

Fig. 2. Inoceramus Weisei n. sp. Rechte Klappe, natürl. Größe. Fund- 
ort: Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher S. 47 


Fig. 3. Inoceramus Weisei n. sp. Doppelklappiges Exemplar, gesehen 
von vorn oben, Höhe 12,5 cm. Fundort: alter Steinbruch am 
Südhange des großen Friedrichsberges an der Straße Neuhütte- 
Lichtenwalde; Emscher S. 47 

Fig. 4. Jnoceramus latus Mantel l. Linke Klappe, 30 mm hoch. Fund- 
ort: „Kreibitz“ bezeichnet, wahrscheinlich aus den unteren 
Schichten stammend; Scaphitenzone? S. 43 


Originale zu Fig. 1, 2 und 3 in der Sammlung des Herrn Ortsrichter 
Weise f in Ebersbach, zu Fig. 4 im Königl. mineralogisch-geologischen Museum 
(Zwinger) zu Dresden (mit No. 15 daselbst bezeichnet). 



Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jähr. Bestehen 1911. 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel IV. 


Photogr. v. Alwin Henke, Ebersbach. 


Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin W. 




Tafel 5. 


Fig. la, b und c. Inoceramus Wandereri n. sp. a) rechte, b) linke 
Klappe, c) zeigt die Wirbelpartie der linken Klappe von innen, 
alles in ungefähr natürl. Größe. Fundort: „Dachsloch“ be- 
zeichnet, vergl. Text; Einscher S. 60 

Fig. 2. Inoceramus Wg Itersdorfen s i s n. sp. Rechte Klappe, natürl. 

Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Enischer . . S. 53 

Fig. 3. Inoceramus cf. Koeneni G. Müller. Linke Klappe, natürl. Größe. 

Fundort; Dachsloch bei Innozenzidorf; Enischer S. 60 

(Der Vorderrand des Originales ist nicht, wie fälschlich dar- 
gestellt, gerade abgeschnitten, sondern bildet einen flachen Bogen. 

Dieser ist an der Abbildung zu ergänzen.) 

Fig. 4. Inoceramus percostatus G. Müller. Rechte Klappe, natürl. 

Größe. Fundort: Eisenbahneinschnitt an der Station Tannen- 
berg; Emscher S. 56 

Fig. 5. Inoceramus Waltersdorfensis n. sp. Linke Klappe, natürl. 

Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Emscher . . S. 53 

Fig. 6. Inoceramus Koegleri n. sp. Rechte Klappe, natürl. Größe. 

Fundort: an der Jurascholle bei Nassendorf; Ouvierizone . . S. 57 

Fig. 7. Inoceramus subquadratus Schlüter. Abguß von dem Negativ 
einer linken Klappe, wenig verkleinert,- Fundort: Sonnenberg 
bei Waltersdorf; Emscher S. 60 


Originale zu Fig. 1 und 3 in der Sammlung des Herrn Ortsrichter 
Weise f in Ebersbach, zu Fig. 2, 5 und 7 in meiner, zu big. 4 in der der 
k. k. geologischen Reichsanstalt Wien und zu Fig. 6 in der des Herrn Fabrik- 
besitzer Kögl er in Schönlinde in Böhmen. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jähr. Bestehen 1911 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel V. 



Photogr. v. Alwin Henke, Ebersbach. 


Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin W. 




Tafel 6. 


Fig. l. Inoceramus crassus Petrascheck. Linke Klappe eines hoch- 
gewölbten Exemplares von der (Seite gegen den Unterrand 
gesehen, natiirl. Größe. Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; 
Einscher S. 46 

Fig. 2. Inoceramus crassus Petrascheck. Linke Klappe (vergl. Taf. 3 
Fig. 4) von vorn, natiirl. Größe. Fundort: Dachsloch bei Innozenzi- 
dorf; Emscher , . . . S. 46 

Fig. 3. Inoceramus Weisei n. sp. Doppelklappiges Exemplar von vorn 
(Taf. 4 big. 3), Höhe 12,5 cm. Fundort: alter Steinbruch am 
Südabhange des großen Friedrichsberges an der Straße Neu- 
hütte-Lichtenwalde; Emscher S. 47 


Originale in der Sammlung des Herrn Ortsrichter Weise f in Ebersbach. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jähr. Bestehen 1911 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel VI. 



Lithogr u.Druck v. Franz Slrobach, Ebersbach 




































Tafel 7. 


Fig. 1 . Inoceramus Glatziae Flegel. Linke Klappe, natürl. Größe. 
Fundort: Friedrichsgrunder Lehne an der Heuscheuer (Graf- 
schaft Glatz; Emscher S. 52 

Fig. 2. Inoceramus Glatziae Flegel. Ein doppelklappiges Exemplar 
von vorn, natürl. Größe. Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; 
Emscher 8. 52 

Fig. 3. Inoceramus subpercostatus n. sp. Rechte Klappe von vorn, 

natürl. Größe (vergl. Taf. 2 Fig. 4). Fundort: Lausche; Emscher S. 57 

Fig. 4. Inoceramus Koegleri n. sp. Rechte Klappe von vorn, natürl. 

Größe (vergl. Taf. 1 Fig. 6). Fundort: Eisenbahneinschnitt an der 
Station Tannenberg; Emscher S. 57 

Fig. 5. Inoceramus Winkholdioides n. sp. Ein doppelklappiges Exem- 
plar von vorn, etwas verkleinert (vergl. Taf. 3 Fig. 1, Taf. 4 
Fig. 1). Fundort: Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher . . S. 59 

Fig. 6. Inoceramus Frechi Flegel. Ein doppelklappiges Exemplar von 
vorn, ca. natürl. Größe (vergl. Taf. 1 Fig. 8). Fundort: Sonnen- 
berg bei Waltersdorf; Emscher S. 51 

Fig. 7. Inoceramus Dachslochensis n. sp. Ein doppelklappiges Exem- 
plar von vorn, natürl. Größe (vergl. Taf. 1 Fig. 9). Fundort: 
Dachsloch bei Innozenzidorf; Emscher S. 53 

Fig. 8. Inoceramus Cuvieri var. planus Münster (Elbert). Rechte 
Klappe von vorn, natürl. Größe (vergl. Taf. 1 big. 2). Fundort: 
au der Jurascholle bei Nassendorf; Cuvierizone S. 45 

Originale zu Fig. 1 in der Sammlung der König]. Universität zu Breslau, 

zu Fig. 2, 3, 5 und 7 in der Sammlung des Herrn Ortsrichter Weise f in 

Ebersbach, zu Fig. 4 und S in der des Herrn Fabrikbesitzer Kögl er in Schön- 
linde und zu Fig. 6 in meiner Sammlung. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50jähr. Bestehen 1911. 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 

von Hermann Ändert 


Tafel vn. 



Lilhoyr u. Druck v. Franz Slrobach, Ebersbach 





Tafel 8. 


Fig\ 1. Inoceramus Wandereri n. sp. a) rechte Klappe, b) linke Klappe, 
beide von vorn (verg’l. Taf. 5 Fig. 1), etwas verkleinert. Fundort: 
iDaehsloch“ bezeichnet, vergl. Text; Einscher S. 60 

Fig. 2. Inoceramus cf.Koeneni G. Müller. Tunke Klappe von vorn (vergl. 

Taf. 5 Fig. 3), natürl. Größe. Fundort: Dachsloch bei Innozenzi- 

dorf ; Einscher S. 60 

Fig. 3. Inoceramus Lusatiae n. sp. Ein doppelklappiges Exemplar 

von vorn (vergl. Taf. 2 Fig. 1), natürl. Größe. Fundort: Sonnen- 
berg bei Waltersdorf; Emscher S. 54 

Fig. 4. Inoceramus Lusatiae n. sp. Rechte Klappe, abnorm, natürl. 

Größe. Fundort: Steinbruch am Nordabhang der Lausche; 
Emscher S. 54 

Fig. 5. Inoceramus Lusatiae n. sp. Linke Klappe, abnorm, natürl. 

Größe. Fundort: Sonnenberg bei Waltersdorf; Emscher . . S. 54 

Originale zu Fig. 1, 2 und 4 in der Sammlung des Herrn Ortsrichter 
AN' eise f in Ebersbach, zu Fig. 3 und 5 in meiner Sammlung. 


Festschrift d. Humboldtvereins Ebersbach z. 50 jähr. Bestehen 1911 


Die Inoceramen des Kreibitz-Zittauer Sandsteingebirges 
von Hermann Ändert. 


Tafel VH. 



l.ithogr. u. Druck v. Franz Strobach, Ebersbach . 





Tafel 9. 


Fig. 1. 


Fig. 2. 


Profil von Nieder kr eibitz nach dem Sonnenberge W.-O. und 
vom Sonnenberge nach dem Steinbruch am Siidhang des 
Hochwaldes N.W.— S. O S. 40 

Uebersichtskarte des Kreibitz -Zittauer Sandsteingebirges . S. 35 


i 




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von Hermann Ändert. 


Tafel IX. 



Litliogr. u. Druck v. Franz Strobach, Ebersbach